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Deutsche Sicherheitsbehörden wurden angeblich zwei Jahre lang gehackt.

Hacker fischen Behörden-Mails ab

Berlin - Zeitungsberichten zu Folge gelangten zwei Jahre lang Interna deutscher Sicherheitsbehörden in die Hände von Hackern. Der Datenklau wurde angeblich durch Leichtsinn verursacht.

Durch den Leichtsinn eines Beamten sollen einem Zeitungsbericht zufolge zwei Jahre lang Interna deutscher Sicherheitsbehörden in die Hände einer Hackergruppe gelangt sein. Der Beamte habe eine dauerhafte Weiterleitung seiner dienstlichen E-Mails an sein privates E-Mail-Postfach eingerichtet, berichtet die in Berlin erscheinende Zeitung “Die Welt“ (Dienstag) unter Berufung auf Rundschreiben von Polizeibehörden. Landeskriminalämter wie etwa in Baden-Württemberg wiesen derzeit per Dienstanweisung ihre Mitarbeiter darauf hin, dass die “Weiterleitung von dienstlichen E-Mails auf private E-Mail-Adressen untersagt ist“.

Nach Erkenntnissen des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) hätten die Hacker der Gruppe “No-Name Crew“ auf dem privaten Rechner des Beamten einen Trojaner installiert und somit zwei Jahre lang sämtliche auf seinem privaten PC eingegangenen Dokumente sehen können, berichtete die Zeitung. “Das ist uns nicht bekannt“, sagte ein Sprecher der ermittelnden Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage. Auch das LKA NRW wollte den Bericht nicht bestätigen. Ein Sprecher des Zollfahndungsamtes in Köln betonte, dass es sich bei dem Beamten entgegen dem Zeitungsbericht nicht um einen Zollbeamten handele.

Die Internetpiraten der “No-Name Crew“ hatten Anfang Juli bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil sie sich in Computer von Bundespolizei und Zoll “hackten“. Sie knackten einen Server, auf dem das sogenannte Patras-System lief. Dabei handelt es sich um ein Geodaten-Programm, welches den Standort von Ermittlern und Tatverdächtigen anzeigen kann.

Nach dem Hackerangriff tauchten Standortdaten polizeilich Überwachter im Internet auf. Die Hacker drohten damit, weitere Datenpakete zu veröffentlichen. Ein 23-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen war festgenommen und nach einem Geständnis wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Er soll im Internet unter dem Pseudonym “Darkhammer“ aktiv gewesen sein.

dpa

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