Hacker-Angriff gegen Internet-Rückgrat

- San Francisco (dpa) - Bei einem gewaltiger Hacker-Angriff gegen das Rückgrat des Internets sind 9 von 13 Computerservern ausfallen, die den weltweiten Datenverkehr im Internet gewährleisten. Nach amerikanischen Angaben blieben Internetnutzer von dem Angriff am Montag aber weitgehend verschont. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, sagte am Mittwoch, eine Untersuchung sei eingeleitet worden, um festzustellen, wer für die Attacke verantwortlich war.

<P>Die so genannte Distributed Denial Of Service Attack war gegen das Rückgrat des Internets - die Root-Server - gerichtet, die numerische Codes in E-Mail- und Webadressen umwandeln. Die Server sind auf der ganzen Welt verteilt und werden von amerikanischen Regierungsbehörden, Universitäten und Unternehmen betrieben. Der Angriff dauerte rund eine Stunde und wurde durch einen nicht näher benannten Eingriff von offizieller Seite gestoppt.</P><P>Die Attacke wird als eine der schlimmsten bezeichnet, die je im Internet verübt wurde. Die Urheber sind nicht bekannt. Einer der angegriffenen Rechner soll nach Informationen des Nachrichtensenders CNN dem Verteidigungsministerium gehören. Die amerikanische Bundespolizei FBI hat sich des Falles angenommen, wie ein Sprecher bestätigte. Auch das neu eingerichtete "Office of Homeland Security" im Weißen Haus wurde eingeschaltet.</P><P>Fleischer sagte, es gebe keine Hinweise, dass es sich um eine Terrorattacke handeln könnte. In der Vergangenheit seien solche Angriffe meist aus der Hackerszene gekommen.</P><P>Bei Denial-of-Service-Attacken werden Rechner mit einer Datenflut aus Tausenden Computern überschüttet. Oftmals werden die Angriffe von Software ausgeführt, die das Internet auf der Suche nach Schwachstellen im Computer selbsttätig durchkämmt. Im Februar 2000 hatten solche Angriffe die Webseiten von großen Internet-Händlern wie Amazon.com, eBay und Yahoo für Stunden lahm gelegt.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drei Tipps für mehr Browser-Sicherheit
Updates einschalten, Passwörter nicht im Klartext speichern und gefährliche Inhalte blockieren. Schon mit wenigen Handgriffen und Mausklicks lässt sich der Browser …
Drei Tipps für mehr Browser-Sicherheit
Zu Hause mit LTE ins Netz gehen
Wo kein Kabel hinreicht, muss der Funk herhalten. Breitbandinternet über LTE ist mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands eine Alternative. Immer mehr Angebote sind …
Zu Hause mit LTE ins Netz gehen
Facebook und Twitter verbinden
Wer sowohl Facebook als auch Twitter nutzt, kann beide Profile verknüpfen. Vorteil: Was im einen Netzwerk gepostet wird, das erscheint automatisch auch im anderen …
Facebook und Twitter verbinden
Top-Apps: mobile Scanner, perfekte Selfies
Wer kennt es nicht: Man hat es eilig, und der Scanner will mal wieder nicht mitmachen? iOS-Nutzer haben Glück: mit der "iScanner"-App lassen sich Dokumente einfach …
Top-Apps: mobile Scanner, perfekte Selfies

Kommentare