+
Wer Wettkämpfe nicht verpassen möchte, kann im Internet nach einem Livestream suchen. P2P-Broadcasting-Dienste sollten Nutzer allerdings nicht verwenden. Foto: Andrea Warnecke

Handball-WM im Livestream: Keine P2P-Angebote nutzen

Köln (dpa/tmn) - Wer Sportereignisse abseits der offiziellen Kanäle im Internet mitverfolgt, setzt sich dem Risiko teurer Abmahnungen aus. Experten warnen besonders vor Angeboten, die auf dem P2P-System basieren.

Wer sich Sportereignisse per Livestream abseits der offiziellen Kanäle ansieht, sollte tunlichst die Finger von P2P-Broadcasting-Diensten lassen. Bei diesen Diensten empfängt man als Nutzer nicht nur ein Videosignal, sondern wird mit seinem eigenen Rechner zum Teil eines Übertragungsnetzes.

"Sobald der Nutzer eine solche Übertragung streamt, leitet er gleichzeitig auch das Signal weiter und verbreitet damit die urheberrechtlich geschützten Inhalte auch an andere Nutzer weiter", sagt der Kölner Medienanwalt Christian Solmecke. Nutzern solcher Dienste drohen teure Abmahnungen. Ob es sich um ein P2P-Angebot handelt, erkennt man häufig daran, dass zum Abspielen zunächst Software installiert werden muss.

Auch bei rein passiv im Browser empfangenen Livestreams, bei denen keine Kopie des Videomaterials auf dem eigenen Rechner abgelegt wird, gibt es bislang keine Rechtssicherheit. "Bisher wurden jedoch noch keine Nutzer abgemahnt, die wichtige sportliche Events auf diesem Wege mitverfolgt haben", sagt Solmecke. Sorgen um Abmahnungen müssten sich eher Personen machen, die solche Streams anderen anbieten - also die Stream-Anbieter oder Gastronomen, die ihren zahlenden Gästen Streams zeigen.

Trotzdem ist vor Gericht noch nicht abschließend geklärt, ob das reine Streamen von urheberrechtlich geschütztem Videomaterial eine Verletzung des Urheberrechts ist. Hundertprozentige Sicherheit gegen teure Abmahnungen liefert also auch das Ansehen passiver Streams nicht.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen
München - Die App „Meitu“ bietet besondere Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Die sozialen Medien toben sich damit gerne aus. Doch für die neuen Filter zahlt man einen …
Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen
Verlage können Hörbücher direkt Apple anbieten
Hörbücher aus dem iTunes-Store bezieht Apple nun nicht mehr ausschließlich von Audible. Das ergaben Verfahren der EU-Kommission und des Bundeskartellamts gegen …
Verlage können Hörbücher direkt Apple anbieten
Darum sollten Sie auf Selfies nie diese Geste machen
München - Sind Selfies gefährlich? Japanische Forscher haben herausgefunden, dass das Handy-Selbstportrait in Kombination mit einer beliebten Geste zum Sicherheitsrisiko …
Darum sollten Sie auf Selfies nie diese Geste machen
Neue Smartphones und virtuelle Displays
Man könnte meinen, auf dem Tisch steht nur ein schnöder Toaster. Doch dahinter steckt der Xperia Projector von Sony. Er wirft Bedienoberflächen an die Wand. Neben diesem …
Neue Smartphones und virtuelle Displays

Kommentare