Handy-Hersteller weisen Krebsverdacht zurück

Washington - Der internationalen Verband der Mobiltelefon-Produzenten CTIA hat einen Bericht über möglicherweise krebserregende Strahlung von Handys zurückgewiesen.

Eine entsprechende Untersuchung einer Expertenkommission der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC sei nicht aussagekräftig. “Die IARC hat eine ganze Reihe Beurteilungen durchgeführt und in der Vergangenheit beispielsweise auch eingelegtes Gemüse und Kaffee so eingestuft“, heißt es in einer am Dienstag in Washington veröffentlichten Erklärung von CTIA-Vizepräsident John Walls.

Experten der IARC hatten zuvor im französischen Lyon mitgeteilt, dass hochfrequente elektromagnetische Strahlung, wie sie von Handys, aber auch von Rundfunk und Radar verwendet werden, möglicherweise krebserregend“ (“possibly carcinogenic“) seien. “Diese IARC-Einstufung bedeutet nicht, dass Mobiltelefone Krebs verursachen“, so Walls. Die IARC erkenne auch Ergebnisse statistischer Untersuchungen als Indizien an, “selbst wenn Voreingenommenheit und andere Datenfehler die Grundlage dieser Ergebnisse sein könnten.“ Die IARC habe keine neuen Untersuchungen durchgeführt, sondern bereits veröffentlichte Studien nochmals bewertet.

Walls verwies darauf, dass andere Studien keine Gefahr hinsichtlich der Strahlung von Mobiltelefonen festgestellt hätten. “Die US-Kommunikationsbehörde ist zu dem Schluss gekommen, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass die Benutzung drahtloser Telefone zu Krebs führen kann“, erklärte Walls. Ähnlich habe sich auch die US-Gesundheitsbehörde FDA geäußert.

dpa

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