Handy-Tattoo: Bei Anruf vibriert die Haut

München - Ein sanftes Prickeln auf der Haut statt einem aufdringlichen Klingelton? Das könnte es schon bald geben: Nokia hat in den USA ein Patent für ein Handy-Tattoo angemeldet.

Diese elektronisch steuerbare Tätowierung würde mit entmagnetisierter Tinte auf die Haut aufgebracht - und vibriert dann, wenn ein Anruf eingeht.

Möglich machen das laut Spiegel Online sogenannte Ferrofluide: eine Flüssigkeit mit winzigen magnetischen Partikeln. Im Fall des Nokia-Patents könnte das eine ferromagnetische Spezialtinte sein, die wie bei normalen Tattoos mit der Tätowiernadel gestochen wird. 

Tinte oder Aufkleber?

Aber: Wie Spiegel Online weiter berichtet,  dürfte die Übertragung - vom Handy auf die Haut - mit momentan gängigen Handys nicht funktionieren. Denn die Tinte müsste durch ein von außen angelegtes Magnetfeld stimuliert werden, das vom Handy erzeugt werden müsste. Ein Smartphone, das das kann müsste Nokia aber erst noch erfinden.

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Der finnische Konzern denkt aber auch über Aufklebe-Tattoos nach. Funktionieren würden sie genauso, könnten aber  ganz einfach selbst auf die Haut aufgebracht und auch wieder abgewaschen werden.

Die eine oder andere Frage muss aber noch geklärt werden bevor Anrufe uns "hautnah" erwischen: Wie stellt man das Handy über Nacht eigentlich ab? Ist das gesundheitsschädlich? Und wie würden die Sicherheits-Scanner am Flughafen auf dieses Tattoo reagieren? Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wann und in welcher Form Nokia die ersten Handy-Tattoos auf den Markt bringt.

Rubriklistenbild: © dpa

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