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Tauchen falsche Posten von Drittanbietern auf der Handyrechnung auf, sollten Verbraucher Widerspruch einlegen.

Handyrechnung

Falsche Drittanbieter-Forderungen: So wehren Sie sich

Fünf Euro für ein Klingelton-Abo? Und 2,99 Euro für einen Download, an den sich niemand erinnert? Solche Posten tauchen immer wieder in Mobilfunkrechnungen auf und sorgen für Ärger. Betroffene können sich wehren.

Berlin - Die Telefonrechnung ist ungewöhnlich hoch und zeigt Posten von "Premiumdiensten" oder sogenannten Drittanbietern? Immer wieder kommt es vor, dass mit solchen Angaben nicht nachvollziehbare Posten auf Mobilfunkrechnungen erscheinen.

Das erklärt die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 6/2017). Auch wenn die Mobilfunkanbieter bei Nachfragen gerne an die Unternehmen hinter den undurchsichtigen Rechnungsposten verweisen: Widersprüche richten Betroffene am besten an den Mobilfunkanbieter.

Was sonst noch zu tun ist

Widerspruch: Vertragspartner und damit erster Ansprechpartner bei Fragen rund um die Rechnung ist der Mobilfunkanbieter. An ihn geht der Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein.

Drittanbieter: Dem Drittanbieter - also demjenigen, der über die Telefonrechnung Geld fordert - schreibt man ebenfalls einen Widerspruch. Laut "Finanztest" reicht dazu eine E-Mail oder ein Brief. Den Widerspruch sollte man seinem Mobilfunkanbieter mitteilen.

Geld zurückholen: Die Warentest-Experten raten dazu, dem Anbieter eine Frist für die Rückbuchung der beanstandeten Rechnungsposten zu setzen. 14 Tage seien angemessen. Funktioniert das nicht, kann die komplette Lastschrift bis zu acht Wochen nach der Abbuchung zurückgeholt werden. Hat man das getan, wird sofort der unstrittige Rechnungsbetrag - also ohne die Forderungen der Drittanbieter - an den Telefonanbieter überwiesen.

Hart bleiben: Die Erfahrungen zeigen laut "Finanztest", dass die Telefonanbieter bei Rückforderungen gern an die Drittanbieter verweisen. Zu Unrecht, wie Urteile des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2006 (Az.: III ZR 58/06) und des Landgerichts Potsdam von 2014 (Az.: 2 O 340/14) zeigen: Ansprechpartner ist der Mobilfunkanbieter.

Sperre setzen: Die Mobilfunkanbieter müssen Mehrwertdienste auf Antrag des Kunden sperren. Das geht über die Hotline oder online im Kundenportal. Manche Anbieter liefern Verträge ohnehin nur mit aktivierter Drittanbietersperre aus. Ein Blick ins Kundenkonto gibt Aufschluss.

Anzeige erstatten: Fordert ein Unternehmen tatsächlich unrechtmäßig Geld, hilft auch die Polizei weiter. Eine Anzeige wegen Betrugs sollte dem Mobilfunkanbieter als Kopie zugeschickt werden.

dpa

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