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Schick, cool oder günstig: Die Art des Handys sagt oft etwas über die Psyche des Besitzers aus.

Verrückt, sportlich oder geizig

Mobilfunkmesse in Barcelona, CeBIT in Hannover – in der Technikbranche und beim Kunden sind sie derzeit das angesagteste Produkt: Handys. Und zwar in allen Variationen.

Ob Minicomputer mit TV-Empfang oder simples Seniorenhandy mit Großtastatur: Die Geräte sind so unterschiedlich wie ihre Nutzer – über die sie aber einiges verraten.

„Ein Handy zeigt die Interessen des Menschen: Etwa ob er gern der Mode folgt und zu den Trendsettern gehören will“, sagt Professor Hartmut Wandke, Ingenieurspsychologe an der Humboldt-Universität Berlin.

Sein Universitätskollege, Wirtschaftspsychologe Dr. Gerd Reimann aus Potsdam, teilt die Handybesitzer sogar in Kategorien ein: „Wie man mit Schuhen, Kleidung und Accessoires zeigt, was einem wichtig ist, kann man das auch mit dem Handy machen.“

Aber was für Handy-Charaktere gibt es eigentlich? Hier die Vorschläge der Wissenschaftler, über die Sie diskutieren können:

• DER MODEBEWUSSTE: Exklusivität ist ein Muss – er will in allen Lebenslagen auffallen. Daher kauft er sich auch ein hippes Mobiltelefon im Ausland, das hier gar nicht funktioniert. Einige seiner Lieblingsmodelle sind Prada-Handys oder mit Edelsteinen besetzte Mobiltelefone. Typischer Spruch: „Die Brillies sind echt.“

• DER TRENDSUCHER: Er muss immer das neueste Gerät mit mehr Speicher, mehr Funktionen und hipperem Design haben. Trendsucher sind die Lieblingszielgruppe der Hersteller. Schließlich kaufen sie sich im Schnitt alle drei Monate ein neues Mobiltelefon. Typischer Spruch: „Das ist ganz neu auf dem Markt!“

• DER TECHNIKVERRÜCKTE: Es muss nicht das neueste, sondern das am besten entwickelte Handy sein. Er vergleicht dauernd die Geräte und will für sein Technikwissen respektiert werden. Er wirft mit Begriffen um sich, die normale Menschen nicht verstehen. Typischer Spruch: „Hast du schon die neueste App?“

• DER SPORTLICHE: Im freien Fall fotografieren und telefonieren – das sind die Mindestanforderungen an sein Handy. Es muss robust und wasserdicht sein, schließlich soll es Wildwasserfahrten unbeschadet überstehen. Typischer Spruch: „Minus 40 Grad auf dem Mount Everest, und es funktioniert.“

• DER SPARFUCHS: Einen Mobilfunkvertrag abzuschließen, fällt ihm nicht im Traum ein. Stattdessen kauft er ältere und gebrauchte Prepaid- Handys und vergleicht permanent die Telefontarife. Typischer Spruch: „Bei Aldi ist es günstiger.“

• DER KLASSIKER: Das Handy ist zum Telefonieren da und das nur im Notfall – dem Klassiker ist das Aussehen seines Handys egal. Da er es selten nutzt, verfällt häufig das Prepaid- Gesprächsguthaben. Typischer Spruch: „Red’ schneller, ich hab vergessen, meinen Akku aufzuladen.“

• DER SPIELER: Dass man mit dem Handy auch telefonieren kann, vergisst der Spieler. Für ihn ist das Handy eine mobile Spielkonsole. Typischer Spruch: Hey, hast Du schon den Rekord geknackt?

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