Hartes Hochschulleben

- "Das Klischee vom Studentenleben mit viel Freizeit entspricht nicht mehr der Realität", sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde.

<P>Studenten im Erststudium wenden im Semester durchschnittlich 42 Stunden pro Woche für ihr Studium und den Nebenjob auf. Dies ergibt die 17. Sozialerhebung des DSWs. Die Arbeitswoche der meisten Studenten liegt zwischen 31 und 45 Stunden, 23 Prozent bewältigt sogar mehr als 50 Wochenstunden. Zum Vergleich: Der Großteil der deutschen Bevölkerung arbeitet laut Statistischem Bundesamt zwischen 36 und 40 Stunden pro Woche. </P><P>Die meiste Zeit nimmt das Studium in Anspruch. Im Schnitt verwenden die Studenten etwa 34 Stunden pro Woche für Lehrveranstaltungen und deren Vor- und Nachbereitung. Das Jobben erfordert zusätzlich durchschnittlich siebeneinhalb Stunden pro Woche. "Die zeitlichen Kapazitäten der Studierenden bewegen sich damit am oberen Limit. Weiteres Jobben würde den Studienerfolg gefährden", warnte Meyer auf der Heyde. </P><P>Das gesamte Wochenpensum von durchschnittlich 42 Stunden ist in allen deutschen Städten relativ konstant. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede bei der Art der Zeitinvestition. Vor allem in den neuen Ländern wird mehr studiert als gearbeitet. In Halle und Dresden verbringen die Studenten wöchentlich zwischen 36 und 40 Stunden mit dem Studium und arbeiten dafür nur vier bis fünf Stunden. Umgekehrt ist es beispielsweise in Bremen und Köln. Dort ist der Studienaufwand mit 29 bis 31 weitaus geringerer, dafür wird aber im Schnitt zehn Stunden pro Woche gejobbt. "Der Zusammenhang ist eindeutig: Wer viel arbeitet, studiert weniger", so Meyer auf der Heyde. </P><P>Auch die Wochentage spielen eine Rolle: Montags bis Donnerstags beträgt der Studienaufwand der Studenten etwa sechs Stunden, am Freitag sinkt er auf viereinhalb Stunden und beträgt am Wochenende nur noch etwa zwei Stunden. Dafür wird am Freitag und an den Wochenenden am meisten gejobbt. a </P>

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