+
Es geht noch schärfer: Verbraucher können Programme von Privatsendern in HD-Auflösung sehen. Die scharfen Bilder sollen bald in noch höherer Bildqualität gesendet werden. Foto: Monique Wüstenhagen

HD+ bereitet sich auf Übertragungen in Ultra-HD vor

München (dpa) - Knapp jeder Zehnte der rund 18 Millionen Satelliten-Haushalte in Deutschland zahlt für den Empfang des Programms der Privatsender in HD-Qualität. Der Anbieter HD+ arbeitet an der nächsten Stufe mit Ultra-HD.

Der Dienst HD+, über den per Satellit Programme von Privatsendern in HD-Auflösung empfangen werden können, bereitet sich auf Sendungen in noch höherer Bildqualität vor. HD+ sei im Gespräch mit den Sendern über die Ausstrahlung in dem neuen Standard Ultra-HD mit vier Mal besserer Bildauflösung vor, sagte der Chef der HD Plus GmbH, Wilfried Urner, der Deutschen Presse-Agentur.

"Tatsache ist, dass auch bei UHD-Ausstrahlungen in der gesamten Sendekette die Kosten höher sind", betonte Urner. Es sei noch zu früh zu sagen, wie die Umsetzung genau aussehen werde. "Wir wollen vermeiden, dass man die Kunden noch einmal belastet. Aber irgendwie müssen die Kosten eingespielt werden." Er sieht unter anderem Möglichkeiten für Bündelangebote. Auf jeden Fall würden die Ultra-HD-Übertragungen der Privatsender kommen. Die Streaming-Anbieter wie Netflix, die Video in ultra-hoher Auflösung über das Internet übertragen können, sieht Urner nicht als Bedrohung für das Geschäftsmodell von HD+.

Im vergangenen Jahr steigerte HD+ die Kundenzahl für den HD-Empfang um 17 Prozent auf gut 1,65 Millionen zahlende Nutzer, wie die Tochter des Satellitenbetreibers Astra am Dienstag mitteilte. Zudem seien 1,4 Millionen weitere Haushalte in einer kostenlosen Testphase.

Damit empfängt fünf Jahre nach dem Start von HD+ etwa jeder Sechste der insgesamt rund 18 Millionen Satelliten-Haushalte in Deutschland auch das Programm der Privaten in HD-Qualität. "Diese drei Millionen aktiven Kunden sind definitiv im Rahmen dessen, was wir erwarten haben", sagte der Chef der HD Plus GmbH, Wilfried Urner, der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt einfach Leute, die haben ARD und ZDF in HD - und die Privatsender sind ihnen nicht so wichtig, dass sie bereit wären, dafür Geld zu bezahlen." Es gebe grundsätzlich eine kostenlos-Mentalität im Satelliten-Fernsehen. "Wir haben nie gesagt, wir haben die HD-isierung in 4 bis 5 Jahren durch."

Mit der Bezahlschranke von HD+ sollen die Mehrkosten von Übertragungen in HD-Qualität im Vergleich zur herkömmlichen Ausstrahlung in der früher üblichen Standard-Auflösung bei Privatsendern ausgeglichen werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verein iRights informiert über Algorithmen und KI
Apps, die Zugriffsrechte verlangen, Suchmaschinen oder Chatprogramme, die Daten sammeln, und Soziale Medien, die Filterblasen erzeugen - davon haben die meisten schon …
Verein iRights informiert über Algorithmen und KI
Große Sicherheitsprobleme bei Smartphones - Dieser simple Tipp hilft
Fast jeder dritte Smartphone-Nutzer hat in den vergangenen zwölf Monaten Sicherheitsprobleme mit seinem Gerät gehabt. Ein Experte hat einen Rat.
Große Sicherheitsprobleme bei Smartphones - Dieser simple Tipp hilft
Netflix will Zuschauer Handlungen mitbestimmen lassen
Der Online-Videodienst Netflix denkt darüber nach, wie er die Personalisierung auf die Spitze treiben kann. Eine Möglichkeit für die Zukunft wären unterschiedliche …
Netflix will Zuschauer Handlungen mitbestimmen lassen
Amazon, Google, Apple kämpfen um unsere Fernseher: Das müssen Sie dazu wissen
Amazon, Google und Apple kämpfen um die Vorherrschaft auf unseren Fernsehern. Dabei geht es um die Videodienste - und vor allem um Geld. Hier erfahren Sie, was Sie dazu …
Amazon, Google, Apple kämpfen um unsere Fernseher: Das müssen Sie dazu wissen

Kommentare