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Eine Suchmaschine wie Google ist eine hochkomplexe Software.

Hightech-Produkt Suchmaschine: So arbeitet Google

Google findet (fast) alles. Der Dienst ist mit großem Abstand die liebste Suchmaschine der Deutschen. Ohne ihre Hilfe wären die Informationen, die durch das Internet schwirren, wertlos – Sie würden sie einfach nicht finden.

Google ist DIE Suchmaschine

Mehr als 70 Prozent der Deutschen surfen im Internet. Die meisten suchen ihre Informationen über eine Suchmaschine – sogar dann, wenn Sie die exakte Internetadresse der gewünschten Seite kennen. Wer den Online-Auftritt des Spiegel nutzen möchte, gibt nicht www.spiegel.de ins Adressfeld ein, sondern sucht nach „Spiegel“ und klickt erst dann auf den passenden Treffer.

In Deutschland beherrscht Google den Markt: Knapp 85 Prozent der User nutzen Google, wenn sie das Internet durchsuchen. Auf dem zweiten Platz folgt die Microsoft-Suchmaschine Bing mit nicht einmal fünf Prozent. Die Dominanz ist so stark, dass Google bereits die Sprache beeinflusst hat: „Googeln“ bezeichnet eine Suchanfrage im Internet – egal mit welcher Suchmaschine.

Der Google-Robot ist immer auf der Suche

Stellen Sie eine Suchanfrage, liefert Ihnen Google innerhalb eines Sekundenbruchteils Tausende, oft Millionen von Ergebnissen. Die Leistung, die die Suchmaschine vollbringt, ist unvorstellbar. Ende 2010 existierten weltweit etwa 255 Millionen Websites, mehr als 21 Millionen waren im Laufe des Jahres dazugekommen. Jede dieser Seite muss Google beobachten, neue Seiten so schnell wie möglich erfassen. Unablässig durchforstet die Suchmaschine mit einem hochkomplexen Verfahren das Internet ab und registriert Veränderungen. Grob vereinfacht funktioniert das so:

  1. Ein Crawler – auch Spider, Robot oder einfach Bot genannt – durchsucht das Internet nach Neuigkeiten. Die spezielle Software erkennt Veränderungen, spürt neue Seiten auf und registriert aktualisierte Einträge auf bestehenden Websites. Nur was so erfasst wird, landet auf der Ergebnisliste.
  2. Alle Informationen, die der Crawler findet, werden im Rechenzentrum des Konzerns gespeichert. Die Suchmaschine analysiert jede Seite und erstellt Schlagwörter, nach denen sie die Informationen indiziert. Stellen Sie eine Suchanfrage, sucht Google alle Seiten aus dem Katalog heraus, die zu Ihrem Schlagwort passen.
  3. Im letzten Schritt sortiert die Suchmaschine die Treffer und versucht, genau den Eintrag an erster Stelle zu platzieren, der Sie am meisten interessiert. Dieser Sortierung liegt ein komplizierter Algorithmus zugrunde, der aus vielen Faktoren besteht – zum Beispiel, wie oft der Suchbegriff im Text vorkommt oder wie viele andere Seiten auf die Website verweisen. Manche Faktoren des Algorithmus sind allgemein bekannt, die meisten kennt jedoch nur Google selbst.

Die Suchmaschine passt sich permanent an

Google möchte dem User möglichst genau die Inhalte bieten, die er sucht. Um diesen Anspruch zu erfüllen, arbeitet Google laufend an seinem Algorithmus. Regelmäßig spielt der Konzern kleinere Updates ein, die die Suchergebnisse beeinflussen – manchmal sogar mehrere pro Woche. Von Zeit zu Zeit wirft er mit größeren Veränderungen die Ergebnislisten durcheinander. Eines dieser großen Updates war das sogenannte Panda-Update, das in Deutschland im August 2011 online ging. Damit stellte die Suchmaschine den User in den Mittelpunkt: Websites mit nützlichen Inhalten – zum Beispiel große, seröse Nachrichtenseiten – wurden über Nacht nach oben katapultiert.

Heute werden Texte für das Internet bewusst so geschrieben, dass sie in den Google-Ergebnislisten weit vorne erscheinen. Das nennt man Suchmaschinenoptimierung. Einzigartige und nützliche Web-Texte von hoher Qualität mit eindeutig benanntem Thema und klarer Struktur sind für Google auch nach dem Panda-Update wichtig. Um den großen Vorsprung auf den Verfolger Bing in Deutschland halten zu können, arbeitet der Konzern kontinuierlich an seiner Suchfunktion und versucht, den Usern die besten Ergebnisse liefern – sonst nutzen sie beim nächsten Mal eine andere Suchmaschine.

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