"Himmelsbote" Messenger

- Der sonnennächste Planet Merkur, einer der vier erdähnlichen Gesteinsplaneten, ist zwar seit mindestens 3000 Jahren bekannt, aber noch immer kaum erforscht. Erst die Hälfte der Oberfläche hat die bislang einzige Merkur-Sonde, "Mariner 10", kartiert und auf seiner zernarbten Oberfläche unter anderem ein System bogenförmiger Bergrücken entdeckt. Eine neue Expedition, "Messenger", deren Start nach Angaben der amerikanischen Weltraumbehörde NASA für Anfang August geplant ist, will nun neue Erkenntnisse bringen. Eine Sonde mit acht Instrumenten an Bord soll den Merkur ein Jahr lang umkreisen. Merkur ist nicht viel größer als der Erdenmond. Wenn über ihm die Sonne aufgeht, bricht stets ein langer, heißer Tag an: Nach der fast minus 200 Grad Celsius kalten Nacht erhitzt die Sonne den Planeten tagsüber auf Temperaturen von 400 Grad und mehr. Sonnenuntergang ist erst nach einem Merkurjahr - und das ist immerhin 88 Erdentage lang. Da Merkur wie die Venus innerhalb der Erdbahn um die Sonne kreist, kann er wie sie als eine Art Morgen- oder Abendstern am Firmament erscheinen. Er ist allerdings wegen seiner Nähe zur Sonne nur schwer zu beobachten.

<P>Das Planeteninnere besteht zum größten Teil aus Eisen. Die Mission soll klären, wie ein derartig großer Eisenkern in einem so kleinen Objekt entstehen konnte. Außerdem soll das von "Mariner 10" entdeckte Magnetfeld erforscht werden, das etwa ein Prozent der Stärke des irdischen Feldes hat. Nach Radarmessungen wird trotz der Tageshitze Wassereis auf dem Planeten vermutet.<BR><BR>Weitere Infos auf der "Messenger"-Homepage: http:/messenger.jhuapl.edu.</P>

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