Hitler-Regime und Stalin-Terror

- Titel und Aufgabenstellung klingen ein wenig antiquiert: "Internationales Netzwerk zur vergleichenden Erforschung von Bolschewismus und Nationalsozialismus" nennt sich ein neuer, lockerer Verbund von Historikern, der einer nicht ganz neuen Frage nachgehen will: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben die beiden Großdiktaturen des 20. Jahrhunderts, sprich das Gulag-System und der NS-Terror?

Frühere Forschungen haben sich zumeist auf die Ebene des Ideologie-Vergleichs beschränkt. Das von der Uni Eichstätt initiierte, vom Münchner Institut für Zeitgeschichte (IfZ) unterstützte "Netzwerk" könnte da Neues bringen - wenn empirische Kärrnerarbeit geleistet wird und sich die Historiker wirklich in die seit wenigen Jahren zugänglichen russischen Archive begeben.

Offenbar ist das von den "Netzwerkern" nur zum Teil geplant, denn vier der zehn anvisierten Forschungsarbeiten widmen sich erneut den Ideologien - etwa das des Netzwerk-Leiters Leonid Luks, eines in Eichstätt lehrenden Exilrussen, der sich der "politisch-ideologischen Genese und Entwicklung des Bolschewismus und des Nationalsozialismus" annehmen will. Neuland betritt aber Jürgen Zarusky vom IfZ, der die politische Justiz unter Lenin, Stalin und Hitler vergleichend, nicht aber gleichsetzend untersuchen wird.

www.ku-eichstaett.de/Forschungseinr/ZIMOS/Netzwerk

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