Mit Homöopathie gegen Diabetiker-Fuß

- Der verbesserte Lymphabfluss aus dem Gewebe könnte der Schlüssel zu einer erfolgreicheren Frühbehandlung von Nervenschäden, der Polyneuropathie bei Diabetikern sein. Nach einer Studie, die jetzt vorgestellt wurde, lassen sich auch mit einem homöopathischen Mittel der Abfluss der Lymphe fördern und dadurch die Symptome mildern.

<P>Die Polyneuropathie ist eine häufige Begleiterkrankung bei schwer Zuckerkranken. Meist beginnt das Nervenleiden an den Füßen. Der Diabetiker hat Gefühlsstörungen, Temperatur- und Berührungsempfinden sind so herabgesetzt, dass er kleinere Verletzungen nicht bemerkt.<BR>Der Heilungsprozess wird oft durch zusätzlich bestehende Durchblutungsstörungen und mechanische Belastung behindert, und so können Geschwüre entstehen. Etwa an der Ferse oder an den Zehen eines Fußes (Diabetikerfuß). Wenn das Gewebe in größerem Maße abstirbt, lässt sich eine Amputation oft nicht verhindern. Wichtig ist daher die engmaschige Kontrolle des Diabetikers beim Facharzt, um Nervenschäden frühestmöglich zu erkennen.</P><P>Das diabetische Fußsyndrom macht allein in Deutschland jährlich 28 000 Amputationen notwendig, wie Dr. Marcus Schories von der Diabetes-Ambulanz am Klinikum der Universität Freiburg berichtete.</P><P> Ausgangspunkt der Studie war der Mechanismus, der zur Polyneuropathie führt: Erhöhte Blutzuckerwerte verändern die bindegewebeartige Umgebung der Zellen, das führt langfristig zum Ödem, zur Wassereinlagerung und dann zu Entzündungen und Schäden an den äußeren Nerven.<BR>Zur Standardbehandlung der diabetischen Polyneuropathie gehört derzeit die Behandlung mit Alpha-Liponsäure, die den Patienten in die Vene gespritzt oder als Tablette verabreicht wird.</P><P>Forscher des biologischen Heilmittel-Herstellers Heel (Baden-Baden) fanden in der Studie heraus, dass mit zusätzlicher Gabe eines den Lymphabfluss fördernden Homöopathikums die Ausleitung der Flüssigkeit aus dem Gewebe verstärkt, dadurch die Stoffwechselwege verbessert und die Erholung der Nerven gefördert werden.</P><P> Erforscht wurde die Wirksamkeit aber noch nicht in einer klinischen Studie, sondern in einer "Kohortenstudie". Das heißt, dass das Patienten-Kollektiv, an dem die Wirksamkeit der Therapie getestet wurde, nicht nach strengen Vergleichskriterien ausgewählt war. Zwar gibt es auch hier eine Kontrollgruppe, die das Medikament nicht erhält, doch Testpersonen und Ärzte wissen, wer das Präparat und wer ein Placebo (Scheinmedikament) erhält. Der Homöopathika-Hersteller hält die Studie dennoch für aussagekräftig, weil reale Therapiebedingungen eingeflossen sind.<BR></P>

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