Huckepack ins Weltall

- Nach der Explosion der Raumfähre Columbia im Februar, bei der alle sieben Astronauten ihr Leben verloren, sind die Risiken der bemannten Raumfahrt wieder ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt.

Die Gefahren sind auch den Ingenieuren nur zu gut bekannt und so wird eifrig daran getüftelt, wie man diese minimieren kann. Wie nun die Raumfahrt der Zukunft aussehen könnte, zeigt die Wanderausstellung "Der neue Weg ins All" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die ab dem 14. März in der Bayerischen Akadmie der Wissenschaften, Marstallplatz 8, zu sehen sein wird. <BR><BR>Mit beteiligt an der Ausstellung ist die Technische Universität München (TUM), die die Ergebnisse ihres Sonderforschungsbereichs "Transatmosphärische Flugsysteme" vorstellt. <BR><BR>Zusammen mit ihren Kollegen aus Aachen und Stuttgart haben die Wissenschaftler ein neues Konzept für ein bemanntes Raumfahrtprogramm entwickelt. Bei ihrem Entwurf soll nicht nur das Shuttle sondern auch der Transporter, die sogenannte Unterstufe, die in einer besonders aerodynamischen Deltaform konzipiert ist, wieder zur Erde zurückkehren. <BR>Nach den Vorstellungen der Ingenieure soll nach dem Abkopplungsmanöver im All der ebenfalls bemannte Transporter zur Erde zurückfliegen. Die Landung soll der eines konventionellen Verkehrsflugzeugs sehr ähnlich sein und in den normalen Betrieb eines Flughafens integriert werden.<BR><BR>"Auf diese Weise entsteht im Gegensatz zu den jetzigen Systemen kein Weltraumschrott", erklärt Prof. Gottfried Sachs, der Sprecher des Sonderforschungsbereichs 255 der TU-München.<BR><BR>Das Shuttle kehrt nach seiner Mission ebenfalls zum Boden zurück. Gegenwärtig sind zwei Systeme bei der bemannten Raumfahrt im Einsatz: Die russische Sojus und das amerikanische Space-Shuttle, die beide die klassische Raketentechnologie benutzen. Die Risiken sind bei beiden Systemen beträchtlich, die Kosten für einen einzigen Start bei einem Space-Shuttle betragen 400 Millionen Dollar. Um diese Kosten zu senken, sucht sowohl die NASA als auch die europäische Weltraumorganisation ESA nach Alternativen. Bis zum Jahr 2015 sollen schon einige der Ideen aus den drei Sonderforschungsbereichen, die in der Akademie ausgestellt werden, in die Realität umgesetzt sein, erklärt Sachs. <BR><BR>Die neue Generation der Raumtransporter soll nun wie normale Flugzeuge auf Flughäfen landen. Eine horizontal startende Trägerstufe transportiert ,huckepack" eine kleinere Orbitalstufe bis in etwa 30 Kilometer Höhe. Dort trennen sich die beiden Flugkörper.<BR><BR>Die Ausstellung zeigt unter anderem einen fiktiven Flug und eine Vielzahl von Exponaten, darunter eine Orginal-Weltraumkapsel und ein sechs Meter langes Windkanalmodell der Trägerstufe.<BR> 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Apple räumt Probleme mit Macbook-Tastaturen ein - kostenfreie Reparatur angeboten
Apple hat eingeräumt, dass es mit Tastaturen der neueren Macbook-Laptops Probleme gibt. Das US-amerikanische Technologieunternehmen reagiert mit kostenloser Reparatur.
Apple räumt Probleme mit Macbook-Tastaturen ein - kostenfreie Reparatur angeboten
Google schickt in Deutschland wieder Kamera-Autos auf die Straßen - das ist der Grund
Die Kamera-Autos von Google sind wieder auf den Straßen in Deutschland unterwegs - allerdings nicht, um ihr Bild-Material für den Online-Dienst Street View zu verwenden.
Google schickt in Deutschland wieder Kamera-Autos auf die Straßen - das ist der Grund
YouTube erlaubt Abo-Gebühren und Verkauf von Fanartikeln
YouTube und Instagram verschärfen ihren Konkurrenzkampf um Anbieter von Videoinhalten. Bei der Google-Videoplattform werden sie künftig auch Geld mit kostenpflichtigen …
YouTube erlaubt Abo-Gebühren und Verkauf von Fanartikeln
Google bringt eigene Podcast-App für Android
Podcasts erreichen immer mehr Zuhörer. Google schließt sich mit einer eigenen Android-App dem Boom an und will mit der Empfehlung von Inhalten auf Basis der …
Google bringt eigene Podcast-App für Android

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.