Hummeln finden Heimweg aus weiter Entfernung

- London - Hummeln finden ihren Heimweg selbst dann, wenn sie in 13 Kilometern Entfernung an einem fremden Ort ausgesetzt werden. Das haben britische Wissenschaftler bei Versuchen mit rund 20 000 Hummeln beobachtet, wie der Sender BBC am Mittwoch berichtete.

Forscher der Universität Newcastle nummerierten einzelne der Insekten und setzten sie in unterschiedlichen Entfernungen von ihrer Heimat - einem Gartenzentrum im Tyne-Tal bei Newcastle - aus. Auch aus der mit 13 Kilometern weitesten Entfernung hätten die meisten Hummeln den Heimweg geschafft. Sie seien an einem Tag um 16.00 Uhr ausgesetzt worden und am nächsten Morgen gegen 9.00 Uhr wieder eingeschwirrt.

"Wir sind von diesem Ergebnis stark beeindruckt", sagte der Biologe Stephen O'Connor. "Es zeigt, dass Hummeln über weit größere Strecken gut navigieren können, als wir bislang angenommen hatten." Allerdings sei bemerkenswert, dass diese Fähigkeit scheinbar vor allem auf die zahlreichen Arbeiterinnen eines Hummelvolks zutreffe. Königinnen und Jungköniginnen seien nicht in die Stöcke zurückgekehrt. "Vielleicht sind sie gefressen worden oder an einer Windschutzscheibe verendet."

Für den Versuch wurden die überall in Europa verbreiteten Erdhummeln (Bombus terrestris) verwendet. Die Wissenschaftler wollen aus den gewonnenen Daten unter anderem Schlussfolgerungen für den Schutz gefährdeter Insektenpopulationen in Teilen Großbritanniens ziehen. Die Erkenntnisse könnten bei Umsiedlungen von Hummeln und Bienen helfen.

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