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Das Titelbild des Hundehasser-Profils auf Facebook zeigt, was die Macher von den Tieren halten. Sie seien böse, ekelhaft und laut, heißt es auf der gewaltverherrlichenden Tierquäler-Seite.

Grausige Folterbilder

Skandal: Hundehasser-Seite bleibt auf Facebook

München - Immer wieder tauchen bei Facebook Seiten auf, die Tierquälerei verherrlichen. In der Regel werden sie gelöscht. Nun hat es eine grausige Hundehasser-Seite geschafft, bestehen bleiben zu dürfen.

"Ich hasse Köter", heißt die Seite, deren Name kaum verhüllt, welche Meinung die Macher von Hunden haben. Auf das tschechische Profil aufmerksam geworden ist Christian W. aus dem Landkreis Traunstein. Empört blätterte der Hundefreund durch die Beiträge auf der Pinnwand, die unter anderem Anleitungen für Giftköder enthalten und Fotos von grausig gefolterten Hunden zeigen.

Grausame Bilder schockieren Tierschützer

Wie kann so etwas auf Facebook erlaubt sein? Beim Blick auf die "Ich hasse Köter"-Seite wird Hundefreunden schlecht. Enthäutete Hundeköpfe, in Frischhaltebeutel gepackte Welpen und aufgeschlitzte Hundebäuche sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch in der Profilbeschreibung machen die Ersteller von "Ich hasse Köter" keinen Hehl aus ihrem tiefen Hass gegen Hunde: "Wir wollen nicht das Bellen der Hunde unserer Nachbarn hören, nicht in Hundekot treten und nicht unsere Häuser anpinkeln lassen. Hunde sind laut und ihr Kot verursacht schlimme Krankheiten", heißt es da. Es folgen oben genannte grausame Bilder von Folterungen: Allesamt mit bitterbösen ironischen Kommentaren versehen.

Facebook: Seite verstößt nicht gegen "Gemeinschaftsstandards"

Der Skandal: Solche gewaltverherrlichende Seiten sind auf Facebook eigentlich nicht erlaubt. Die grausamen Bilder verstoßen eindeutig gegen das Gewaltverherrlichungs-Verbot. Das dachte sich auch Christian W. und meldete "Ich hasse Köter" sofort bei den Administratoren. Was dann passierte, ist mindestens genauso geschmacklos, wie die Tierquäler-Seite selbst. W. erhielt ein automatisiert wirkendes Antwortschreiben von Facebook. "Wir haben die von Dir wegen Darstellung drastischer Gewalt gemeldete Seite geprüft und festgestellt, dass sie nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt", heißt es lapidar.

Großes Unverständnis bei Tierschützern

Mittlerweile sind auch andere Hundefreunde auf die tschechische Seite aufmerksam geworden und protestieren auf der Pinnwand lautstark gegen die Macher. Auch bei den Kommentatoren herrscht wie bei Christian W. großes Unverständnis über die Toleranz von Seiten Facebooks: "Warum sperrt Facebook diese Seite trotz mehrmaligen Meldens nicht?", fragt eine schockierte Userin. "Einfach nur abartig", schreiben viele andere User aufgebracht.

Zwei weitere Nachrichten hat Christian W. seit dem Melden der Seite an Facebook geschrieben, zusätzlich, mit der Bitte die Entscheidung erneut zu prüfen und "Ich hasse Köter" aus dem Portal zu entfernen. Bislang ist nichts geschehen. Tierschützern bleibt aktuell nur, jedes grausige Bild einzeln zu melden und so vielleicht doch noch die Aufmerksamkeit von Facebook zu erwirken. Ein Skandal.

vin

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