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Snapchat hat einen ähnlichen Datenklau-Skandal wie kürzlich Apple.

Intime Bilder minderjähriger User online

Hunderttausende Snapchat-Fotos geleaked

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New York - Der Fotodienst Snapchat verspricht, dass Bilder bei ihm von alleine verschwinden, wenn man sie gesehen hat. Doch jetzt wurden hunderttausende intimer Fotos geklaut und ins Netz gestellt.

Im Internet sind zahlreiche Nacktbilder von Nutzern des Foto-Dienstes Snapchat aufgetaucht. Nach Darstellung in obskuren Online-Foren soll es um mehr als 100 000 Fotos gehen, darunter auch Nacktaufnahmen von Minderjährigen. Snapchat zeichnet sich eigentlich dadurch aus, dass sich Bilder nach dem Ansehen binnen weniger Sekunden löschen. Deshalb wird der Dienst vor allem von jungen Nutzern oft auch für Nacktfotos genutzt.

Es sei ein Datenberg von rund 13 Gigabyte im Umlauf, hieß es auf "4chan". Die Plattform war jüngst bereits Schauplatz eines Hacking-Skandals um geleakte Promi-Fotos, die aus Apples iCloud gestohlen worden waren. In Anlehnung an den für diesen Vorfall geprägten Ausdruck The Fappening (zusammengesetzt aus den englischen Worten to fap = masturbieren und happening = Ereignis), bekam der aktuelle Intim-Bilder-Klau den Namen T he Snappening verpasst.

Snapchat räumte am Freitag gegenüber dem Tech-Blog „Business-Insider“ einen Angriff ein. Die Firma erklärte aber, die Bilder seien nicht von den eigenen Servern entwendet worden. In einer im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Stellungnahme von Snapchat heißt es, die User seien Opfer von Drittanbieter-Apps geworden.

Im Verdacht stehen unter anderem die Betreiber der mittlerweile verschwundenen Anwendung SnapSave. Sie hatten sich damit gebrüstet, die bei Snapchat verschickten Bilder speichern zu können. Bislang ist aber noch völlig unklar, wer hinter dem Leak steckt.

Snapchat hatte vor fast einem Jahr bereits eine Sicherheitslücke schließen müssen, über die Telefonnummern von mindestens 4,6 Millionen Nutzern gestohlen worden waren. Über den Dienst werden jeden Tag einige Hundert Millionen Fotos verschickt.

Derzeit pokern Investoren, an ihrer Spitze der Internet-Konzern Yahoo, um den Kauf des Foto-Services. Die Snapchat-App soll 10 Milliarden Dollar wert sein, hieß es vor kurzem noch. Diese Summe dürfte nach dem aktuellen Skandal, der die Verwundbarkeit des Systems zeigt, allerdings um ein Vielfaches schrumpfen.

dpa/hn

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