Hypnose nach dem Trauma

- Zittern in den Beinen, starke Übelkeit mit Erbrechen und ein heftiges Brennen auf dem Brustbein. Immer wieder leidet eine Gemischtwarenhändlerin unter diesen Symptomen, seit sie von zwei Unbekannten in ihrem Laden überfallen und niedergeschlagen wurde.

<P>Die Frau zeigt typische Anzeichen einer so genannten posttraumatischen Belastungsreaktion (PTB), wie sie nach einschneidenden Ereignissen wie einem Überfall auftreten kann. In der Hypnosetherapie liegt eine Möglichkeit, eine derartige Störung zu behandeln.</P><P>"Bei einer Hypnotherapie versetzt der Behandelnde den Patienten in Trance und baut dort mit ihm eine alternative Wirklichkeit auf", erklärt der Münchner Psychotherapeut Dr. Burkhard Peter. Gemeinsam mit dem Traumatisierten versucht der Therapeut, zunächst die Schein-Wirklichkeit zu verändern, und diese Veränderungen dann in die echte Wirklichkeit zu übertragen.</P><P>Viele PTB-Patienten durchleben das erlittene Trauma wieder und wieder. Teilweise stellen sich auch nur einzelne Sinneseindrücke des traumatisierenden Ereignisses im Nachhinein wieder ein, etwa Geräusche. Außerdem sind die Betroffenen leicht erregbar, erleben eine Entfremdung von anderen und versuchen krampfhaft, Gedanken an das Geschehen zu verdrängen. Auch die von der Ladenbesitzerin empfundenen körperlichen Symptome treten häufig auf.</P><P>Am Anfang von Peters Therapie stand bei der Händlerin das erneute Erkunden des Traumas: "Die Patientin beobachtete das Geschehen in Trance zunächst aus einiger Entfernung, ohne dass ein Gefühlsfunke von der Überfallenen, die sie dort sah, übersprang", erklärt Peter. Durch ihre Beobachterposition während der Behandlung und schon durch die Erfahrung des Überfalls selbst wurden Teile des Ereignisses von der Erinnerung der Patientin an den Überfall abgetrennt. Schritt für Schritt gliederte Peter in mehreren Hypnose-Sitzungen diese Anteile wieder an die Erinnerung der Frau an, rückte sie von der Beobachterposition nach und nach wieder in die Lage der Überfallenen.</P><P>Mit Erfolg: Nach fünf Sitzungen sei das Stechen in der Brust vollständig verschwunden gewesen, so der Psychotherapeut. Auch die Übererregung, die die Frau seit dem Überfall beim Aufenthalt in ihrem Laden empfunden hatte, habe sich nach weiteren Hypnosen gelegt.</P><P>Nicht in jedem Falle jedoch kann eine Hypnotherapie helfen. Der Erfolg hängt zum Beispiel von der Hypnotisierbarkeit des Patienten ab: Manche Menschen lassen sich sehr leicht in Trance versetzen, andere nur sehr schwer.</P><P>Informationen im Internet:<BR>www.burkhard-peter.de<BR>www.meg-hypnose.de<BR>www.hypnose-dgh.de</P><P> </P>

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