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Der schlaue Spiegel HiMirror gibt Tipps für Hautpflege.

Spieglein, Spieglein an der Wand …

Sogar im Badezimmer gibt‘s HighTech: Die Neuheiten der Elektronikmesse IFA

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Smartwatch, Smarthome - die Elektronikindustrie konzentriert sich auf die Entwicklung von schlauen Geräten. Wir haben uns bei der Elektronikmesse IFA 2017 umgeschaut, welche Anschaffungen wirklich klug sind und welche nicht.

Berlin - Schlauer-Power – so könnte das Motto der weltgrößten Elektronikmesse IFA 2017 lauten, die am Freitag in Berlin startet. So gut wie jedes neue Gerät, vom Fernseher bis zum Staubsauger, ist dank Internet­anschluss smart und vernetzt. Und mittlerweile wird auch der Mensch selbst aktualisiert und optimiert. Die Hamburger Firma Digiwell zeigt winzige Implantate mit Funkchip, die unter die Haut gespritzt werden. Dort dienen sie als Schlüssel oder übertragen Kontaktdaten per Handschlag. Visitenkarte ade! Wir stellen die spannendsten Trends der IFA vor.

Fernseher:

Die Fernbedienung wird abgeschafft – und der Fernseher schrumpft zur Tapete. Das sind die wichtigsten TV-Neuheiten aus Berlin. Philips und Metz sind unter den ersten Herstellern, die ihre Fernseher per Sprachsteuerung von Amazon oder Google bedienen lassen. Motto: „Alexa, schalte um aufs ZDF!“ In den nächsten Jahren dürfte diese Technik die klassische Fernbedienung überflüssig machen. Zweites Highlight sind die Tapeten-Fernseher (Englisch: „Wallpaper“) von LG und Metz – hauchdünne Bildschirme, die an der Wand beinahe wie ein Fenster wirken. Der Wallpaper OLED TV des von einer chinesischen Firma übernommenen fränkischen Traditionsherstellers Metz ist nur 3,6 Millimeter dünn und dürfte mit 65 Zoll (1,65 Meter) rund 8000 Euro kosten. LG macht es bei seinem Tapeten-TV OLED W7 einen Tausender günstiger.

Radio:

Als „Funkausstellung“ firmiert die IFA zwar längst nicht mehr, doch das gute alte Radio feiert trotzdem ein erstaunliches Comeback. Mit dem Digitalradio DAB+, mit Streamingdiensten wie Spotify oder Apple Music und mit Bluetooth-Musik vom Smartphone oder Tablet ist die Technik modern wie nie. Das Digitalradio Hama DIR3115MS (199 Euro) lässt sich dank „Multiroom“-Technik so vernetzen, dass mehrere Geräte in verschiedenen Zimmern immer die gleiche Musik spielen. Außerdem kehrt eine legendäre Marke zurück: TechniSat, eine Firma aus der Eifel, bringt neue Digitalradios unter dem Namen Nordmende.

Fitness und Gesundheit:

Die Fitness-Uhr von Fitbit hält vier Tage ohne Aufladen durch.

Bin ich schön? Diese Frage beantwortet der schlaue Spiegel HiMirror (359 Euro). Er analysiert das Gesicht und die Haut seiner Nutzerin oder seines Nutzers. Pickel, Falten, Muttermale, Augenringe, müde Haut – dem Spieglein an der Wand bleibt nichts verborgen. Er liefert eine Analyse, und Vorschläge zur Verbesserung. Verschiedene Hautbilder lassen sich vergleichen, zum Beispiel nach der Verwendung einer neuen Creme. Viel Bewegung und Sport können fürs gute Aussehen nur nützlich sein.Fitness-Marktführer Fitbit zeigt in Berlin seine erste Smartuhr, deren Funktionen mit der Apple Watch vergleichbar sind. Großer Unterschied: Die Apple-Uhr muss jeden Abend an die Steckdose, die Fitbit Ionic (350 Euro) soll mindestens vier Tage durchhalten. Auch die Hörgeräte werden immer schlauer: Das ReSound LiNX 3D kommt mit drahtloser App-Steuerung. Das hat zwei große Vorteile: Je nach Umgebung lässt sich das Hören per App auf dem Smartphone oder der Apple Watch exakt einstellen, unter anderem mit einem Tinnitus-Filter. Und Musik oder der Ton des Fernsehers werden per App direkt aufs Ohr übertragen. Der Hersteller verspricht zwischen 40 und 80 Prozent besseres Hören als mit konventionellen Geräten.

Haushalt:

In Sachen Staubsaug-Roboter liefern sich die großen deutschen Hersteller einen verbissenen Dreikampf. AEG zeigt den RX9 für 1299 Euro, Bosch den Roxxter mit Alexa-Steuerung für 1199 Euro und Miele den Scout RX2 Home Vision für 829 Euro. Der Miele kostet am wenigsten, kann aber am meisten. Denn er saugt nicht nur, sondern dient dabei auch als Überwachungskamera. Seine Besitzer können also von unterwegs aus zusehen, wie der Scout saugt und was ansonsten noch zu Hause los ist.

Staubsaug-Roboter werden immer beliebter.

Das klingt beinahe so kurios wie die Kühlschränke mit App-Anbindung, die schon seit Jahren auf der IFA herumgeistern. Doch aus dem Gag soll nun Ernst werden, dank drastisch gesunkener Preise. Liebherr will künftig einen Großteil seiner Modelle vernetzen und mit Kameras im Inneren ausstatten. Vom Supermarkt aus nachzuschauen, ob noch Butter im Kühlschrank ist, könnte also doch noch alltäglich werden. Per App werten die Internet-Kühlschränke außerdem Rezepte aus und setzen nur fehlende Produkte auf den Einkaufszettel. Generell wollen die Hersteller weg von den langweiligen weißen Kästen, deshalb bietet Bosch für seine Vario-Style-Kühlschränke leicht wechselbare Türen in 19 Farben an. Von LG kommt mit der TwinWash (2400 Euro) eine Doppel-Waschmaschine mit kleiner Zusatztrommel. So lässt sich oben die große Buntwäsche erledigen und gleichzeitig unten die Feinwäsche. Für kleinere Waschgänge genügt dann die energiesparende Mini-Trommel.

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