IFA-Rekord: Aufträge von über 3 Milliarden Euro

Berlin - Nach der Erweiterung der IFA um Haushaltsgeräte haben die Elektronikhändler erneut mehr Geld auf der Funkausstellung gelassen. Der weltgrößte Branchentreff schloss nach sechs Tagen mit einem Gesamtordervolumen von mehr als drei Milliarden Euro, wie die Veranstalter mitteilten.

Die Branche hatte bereits zu Beginn der IFA in Berlin deutlich gemacht, dass sie die nachlassende Konjunktur nicht beeindrucke. Bei der Messe für Unterhaltung- und Kommunikationselektronik wird vor allem Ware für das Weihnachtsgeschäft geordert.

Wie im Vorjahr kamen rund 220 000 Besucher in die Messehallen am Funkturm, in denen 1245 Stände aufgebaut waren. Etwa die Hälfte waren Fachbesucher. Die Ausstellungsfläche war mit 122 000 Quadratmetern größer als je zuvor. Die diesjährige IFA war den Angaben zufolge auch internationaler denn je: Aussteller aus 63 Ländern präsentierten ihre Neuheiten, Fachbesucher kamen aus 126 Ländern.

Im Mittelpunkt der IFA standen erneut Flachbildfernseher, die dank neuer Technologien erneut mit weniger Tiefe auskamen und bessere Bildqualität lieferten. Zu den beherrschenden Themen gehörte das Energiesparen, das nicht nur bei den Hausgeräten, sondern auch bei den Herstellern der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik eine große Rolle spielte.

Zufrieden äußerten sich die Beteiligten mit dem erstmaligen Auftritt der Hausgeräte. "Die Premiere ist exzellent gelungen", sagte der Sprecher der deutschen Hausgeräte-Industrie, Miele-Chef Reinhard Zinkann. Die Branche sei mit der Ordertätigkeit zufrieden, der Zulauf von Fachbesuchern und Endkunden sei sehr hoch gewesen. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender des IFA-Veranstalters Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, kündigte an: "Das war keine Eintagsfliege." Hausgeräte würden auch künftig auf der IFA präsentiert.

Positiv bilanzierten auch große Aussteller die Messe. "Im Händlerbereich war es brechend voll", sagte Philips-Sprecherin Anja Schlumberger. LG Electronics-Sprecher Nils Seib machte ein gestiegenes Ordervolumen und zahlreiche neue Fachhandelskontakte aus. "Die IFA hat einen guten Schwung für das Weihnachtsgeschäft gebracht", sagte Volker Müller, der Geschäftsführer des Elektronikhändlers expert. Grundig-Geschäftsführer Michael Petersseim sprach von einem deutlich gestiegenen Ordervolumen. "Das zeigt, das der Handel im Bereich Unterhaltungselektronik optimistisch in die Zukunft blickt."

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