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Google hilft nicht nur bei der Suche nach Netzinhalten, sondern bietet etwa auch Mail-Konten und einen Kartendienst an. Ganz konkurrenzlos ist der Internet-Riese jedoch nicht. Foto: Britta Pedersen

Im Netz gibt es viele Alternativen zu Google-Diensten

Google ist für viele nicht nur die erste Anlaufstelle beim Suchen im Netz. Auch für die Routenplanung und Mails nutzen etliche die Dienste des US-Riesen wie selbstverständlich. Dabei gibt es jede Menge Alternativen. Man muss sich nur einen Überblick verschaffen.

Berlin (dpa/tmn) - Bei der Internetsuche ist Google für viele die erste Adresse. Das verschafft auch den Diensten von Maps bis zu Mails des US-Giganten Zulauf. Im Streit um die Marktmacht von Google wirft die EU-Kommission dem Suchmaschinenbetreiber nun die Benachteiligung der Konkurrenz vor.

Dass zahlreiche Alternativen existieren, wissen viele Nutzer gar nicht. Hier eine kleine Auswahl:

Suche: Auch Microsofts Bing oder die Suchmaschine Yahoo liefern gute Suchergebnisse. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleinere Anbieter wie Blekko, Startpage, DuckDuckGo oder Qwant. Ixquick und Startpage legen besonderen Wert auf Privatsphäre. Sie haben alle ihre eigenen Stärken - etwa Auflistung der Suchergebnisse nach Genre, anonyme Suche oder eine besonders gute Videosuche.

Browser: Nicht zu vernachlässigen. Wer Google aus dem Weg gehen will, sollte auch dessen Browser Chrome meiden. Der ist zwar flott und bietet durch Add-ons Möglichkeiten zum Datenschutz. Wer allerdings die Adresszeile nutzt, nutzt auch automatisch die Google-Suche. Mozillas Firefox ist eine gute Alternative. Dort muss aber im Suchfenster zunächst Google durch eine neue Standardsuchmaschine ersetzt werden.

Karten: Als Alternative zum Platzhirsch Google Maps gibt es beispielsweise den offenen Kartendienst Openstreetmap. Auch Microsofts Suchmaschine Bing hat mit Bing-Maps ein brauchbares Angebot, Nokia baut seinen Kartendienst Here immer weiter aus. Auch Apples in iOS und Mac OS-X integrierte Kartensoftware hat ihre Kinderkrankheiten mittlerweile überwunden.

E-Mail: Es gibt unzählige Alternativen zu Gmail - vom Gratisanbieter bis hin zum bezahlten Konto. Große Anbieter wie Outlook.com bieten einen ähnlichen Funktionsumfang mit Kalender. Wer sichergehen will, dass die eigenen Mails nicht zu Werbezwecken analysiert werden, sollte sich für kleine Anbieter entscheiden, die Mails nicht nur verschlüsselt senden, sondern auch verschlüsselt speichern können. Nur einige von vielen Beispielen dafür sind Posteo, Aikq, ProtonMail oder Startmail.

Videos: Youtube ist riesig, doch auch andere Anbieter haben gute Datenbanken und eine aktive Teilnehmergemeinde. So zum Beispiel vimeo.com: Hier gibt es neben Amateurvideos auch Filme von Künstlern und Musikern. Dailymotion aus Frankreich erinnert optisch stark an Youtube und bietet gut sortierte Themenkanäle. Kleines Plus: Hier werden viele Clips gezeigt, die bei Youtube aussortiert wurden. Wer sich besonders für Musik interessiert, sollte tape.tv ausprobieren.

Dokumentensuche: Statt Google Scholar für die Suche nach Forschungstexten zu nutzen, können Studenten auch Suchdienste wie BASE (Bielefeld Academic Search Engine) nutzen.

Übersetzung: Googles Übersetzungsdienst Translate ist häufig ziemlich praktisch und einfach zu bedienen. Gerade bei längeren Sätzen oder komplizierten Sachverhalten fällt das Ergebnis gelegentlich sehr unterhaltsam aus. Auf Webseiten wie leo.org, dict.cc oder dem Übersetzungsangebot von Pons gibt es ebenfalls Hilfe.

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