Mobilfunkgeräte im Fokus von Cyberkriminellen

Frankfurt - Mobilgeräte wie Smartphones und Tablet-Rechner rücken zunehmend in den Fokus von Cyber-Kriminellen. Laut einem Bericht von IBM wird sich die Zahl der Schadprogramme noch in diesem Jahr verdoppeln.

Wie der IT-Konzern IBM in einem Bericht zur Sicherheitslage im ersten Halbjahr mitteilte, ist damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Schadprogramme, die auf mobile Endgeräte gerichtet sind, in diesem Jahr verdoppelt. In Umlauf gelangten diese Viren hauptsächlich über App-Märkte von Drittanbietern, erklärte IBM.

Ein Grund für die rasch wachsende Gefahr im Bereich der Mobilgeräte sei, dass sich hier leicht Geld verdienen lasse. So setzten die Malware-Versender beispielsweise Premium-SMS-Dienste auf, die den Nutzern SMS-Texte an eine bestimmte Nummer in Rechnung stellten, heißt es in dem Bericht weiter. Kritisiert wird darin aber auch, dass viele Mobiltelefonhersteller die Sicherheits-Updates für ihre Geräte nicht schnell genug aktualisierten, was Kriminelle die Arbeit erleichtere.

Die Angriffe auf die Mobilgeräte werden auch zu einer Gefahr für viele Unternehmen, wie IBM erklärte. Grund ist, dass sich Mitarbeiter vermehrt mit ihren privaten Geräten ins Firmennetz einloggen. Das X-Force-Team von IBM, das die Analyse erstellte, empfiehlt den IT-Abteilungen daher, Anti-Malware und Patch-Management-Software für Mobiltelefone einzuführen. Denn mit den heutigen Schadprogrammen können Angreifer auch die Kommunikation der Opfer ausspionieren oder via GPS verfolgen, wo sich eine Person gerade aufhält.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Let's-Play-Videos ziehen mehr Zuschauer an
Gamern beim Spielen zusehen - das ist für Millionen Deutsche interessant. Eine Umfrage beweist sogar, dass es immer mehr Nutzer gibt.
Let's-Play-Videos ziehen mehr Zuschauer an
Angebliches Google-Gewinnspiel: So schützen Sie sich
In letzter Zeit werden Internetnutzer immer wieder von seriösen Seiten auf angebliche Gewinnspielseiten weitergeleitet. Was steckt dahinter und was können Sie dagegen …
Angebliches Google-Gewinnspiel: So schützen Sie sich
Pokémon Go auf Apple-Geräten bald nur noch mit iOS 11
Ohne iOS 11 kein Pokemon Go: Das sollten Spieler wissen. Bis Ende Februar müssen sie sich auf die neuen Geräte-Voraussetzungen eingestellt haben.
Pokémon Go auf Apple-Geräten bald nur noch mit iOS 11
Bastelcomputer Cubieboard erhält mehr Leistung
Das Cubieboard 6 ist im Handel. Die neue Version des Bastelcomputers ist leistungsstärker als sein Vorgänger. Erstmals dabei sind WLAN und Bluetooth als drahtlose …
Bastelcomputer Cubieboard erhält mehr Leistung

Kommentare