Impfstoff-Forschung findet selten Weg auf den Markt

- Braunschweig - In Deutschland bleiben zu viel Ergebnisse der Impfstoff-Forschung ungenutzt in Schubladen liegen. "Forschungseinrichtungen und Universitäten können sich den langen Entwicklungsprozess bis zur Marktreife selten leisten", sagte Albrecht Läufer in einem dpa-Gespräch.

<P>Läufer ist Geschäftsführer der vom Bund initiierten Vakzine Projekt Management GmbH in Braunschweig. "Wir wollen die Lücke zwischen Wissenschaft und Industrie schließen", sagte er. Zu einem Vorstellungs-Symposium des Projekts am Mittwoch haben sich rund 130 Teilnehmer angemeldet.</P><P>25 Millionen Euro lässt es sich der Bund in den kommenden fünf Jahren kosten, damit die bereits mit öffentlichen Geldern finanzierten wissenschaftlichen Arbeiten über neue Vakzine, so nennen Forscher Impfstoffe, ihren Weg in die Produktion finden.</P><P>"Bevor ein im Labor neu entdeckter Wirkstoff auf den Markt kommt, muss er in mehreren Phasen getestet werden. Diese Entwicklung kostet rund 500 bis 600 Millionen Euro", sagte Läufer. Die Pharmaindustrie investiere vor allem in eigene Projekte. "Andere Forschungen finden oft erst Interesse, wenn die teuren Tests bereits Marktchancen versprechen", hat er beobachtet. Und Forschern fehlten oft Managerkenntnisse, um ihre Arbeiten marktfähig zu machen.</P><P>Rund 160 öffentlich finanzierte Impfstoff-Forschungsprojekte gegen verschiedenste Erreger haben Läufer und seine vier Mitarbeiter in Deutschland ausfindig gemacht. Mit etwa zehn aussichtsreichen Kandidaten soll eine Kooperation eingegangen werden. "Wir wollen nicht fördern, wir wollen gemeinsam Geld verdienen", betonte Läufer. Er geht davon aus, dass letztendlich einer dieser Impfstoffe produziert wird. Die in Braunschweig ansässige Gesellschaft hat am 1. Mai ihre Arbeit aufgenommen.</P>

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