Das Innenleben

- Um aus dem Gehäuse ein Multimedia-Center zu machen, fehlt nun noch die Inneneinrichtung. Das heißt im Klartext eine Hauptplatine (Mainboard), der Prozessor, Arbeitsspeicher, eine Festplatte und ein DVD-Brenner. Schließlich benötigt man noch die entsprechenden DVB-Karten für den Fernsehempfang.

Bei der Wahl der Komponenten sollte darauf geachtet werden, dass alle mit dem gewünschten Betriebssystem zusammenarbeiten (in diesem Fall sollten sie unter Linux lauffähig sein). Außerdem sollten nicht unnötig Strom fressende Komponenten verwendet werden.

Als Mainboard für unser Multimedia-Center wurde das M2NPV-VM von Asus gewählt, das besonders gut geeignet ist, da es Grafik- und Soundkarte, sowie Netzwerkkarte bereits onboard hat. Außerdem verfügt das Mainboard über eine SATA-Festplattenschnittstelle und einen HDTV-Ausgang.

Die Anforderungen an den Prozessor eines Multimedia-Centers sind nicht allzu hoch. Da die Haupt-Rechenleistung von den DVB-Karten übernommen wird (siehe unten), wurde mit dem AMD Sempron 2800+ ein relativ "kleines" und somit auch preisgünstiges und Strom sparendes Modell gewählt. Der mitgelieferte Lüfter lässt sich Dank der Temperatursteuerung des Mainboards soweit herunterregeln, dass von ihm keine Geräuschbelästigung beim Fernsehen ausgeht.

Als Arbeitsspeicher wurde ein 1GB Modul gewählt mit der Option später aufzurüsten. Im laufenden Betrieb stellte es sich jedoch als völlig ausreichend heraus.

Schließlich wurden noch ein DVD-Brenner und eine 320 GB SATA-Festplatte verwendet, die über 70 Stunden Filmaufnahmen fassen kann.

Um überhaupt ein Fernsehbild empfangen zu können, fehlten nun noch die entsprechenden DVB-Karten. Hierbei gilt es zu beachten, dass mindestens eine sogenannte "Full-Featured"-Karte verbaut wird, die einen MPEG-Enkodierungs-Chip mitbringt, was den Hauptprozessor erheblich entlastet. In unserem Fall wurde die DVB-C Karte C-2300 von Technotrend gewählt. Nachdem im digitalen Kabelnetz nur die öffentlich-rechtlichen Sender kostenlos ausgestrahlt werden, fiel bei der zweiten Karte die Wahl auf die DVB-T Karte Cinergy 1200 von Terratec, es gilt allerdings anzumerken, dass das Multimedia-Center ohne weiteres auch mit nur einer DVB-Karte funktioniert. Natürlich kann man auch eine DVB-S Karte für den Satellitenempfang einbauen.

Zusammen mit der DVB-Karte wurde ein einfacher Infrarot-Empfänger und eine Universalfernbedienung bestellt.

Alles in allem kommt man mit den Komponenten auf ca. 700.- Euro -nach oben sind allerdings keine Grenzen gesetzt.

> Die Software

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