+

Zwei neue Features

Instagram übernimmt Snapchat-Funktion: So funktioniert‘s

München - Mit einem speziellen Feature ist Snapchat vor allem bei jungen Leuten zu einem der beliebtesten sozialen Netzwerke geworden. Jetzt zieht Instagram nach - und attackiert zudem auch Periscope.

Das zum Facebook-Konzern gehörende Fotonetzwerk Instagram greift mit neuen Funktionen den Konkurrenten Snapchat an. Instagram-Nutzer können über den Messenger-Dienst Direct jetzt auch Fotos und Videos senden, die direkt nach dem Betrachten durch den Empfänger automatisch gelöscht werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Wenn der Empfänger die Inhalte speichert oder per Screenshot aufnimmt, wird der Absender demnach informiert.

Damit übernimmt Instagram die Kernfunktion von Snapchat. Der Messengerdienst erlaubt es seinen Nutzern, Videos, Bilder und Textnachrichten zu schicken, die nach dem Ansehen wieder verschwinden. Das zieht vor allem jüngere Smartphone-Nutzer an; bei ihnen ist Snapchat sehr beliebt. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer. Viele Analysten sehen Snapchat als gefährlichsten Konkurrenten für Facebook.

Die neuen Instagram-Funktionen sind nach Angaben des Unternehmens ab sofort und weltweit verfügbar. Der neue Live-Streaming-Dienst in Snapchat-Manier ist an Instagram Stories angedockt. Nutzer bekommen eine Benachrichtigung, sobald ihnen jemand ein Video geschickt hat. Dies verschwindet nach einmaligem Ansehen und wird auch nicht gespeichert.

Daneben kündigte das Netzwerk an, "in den nächsten Wochen" Live-Videoübertragungen zu ermöglichen. Diese sollen ebenfalls nur im Augenblick des Geschehens zu sehen sein und danach sofort verschwinden. Auch hier ahmt Instagram die Konkurrenz nach: Die Funktionen ähneln denen der zum Kurzbotschaftendienst Twitter gehörenden Video-App Periscope.

Live Video on Instagram Stories from Instagram on Vimeo.

Instagram hat etwa 500 Millionen Nutzer, davon verwenden nach Unternehmensangaben mehr als 300 Millionen den Messengerdienst Direct. Facebook hatte das Netzwerk im Frühjahr 2012 gekauft. Der Internetriese versuchte vor einigen Jahren auch, Snapchat zu übernehmen, hatte aber keinen Erfolg. Seither verlegt sich Facebook darauf, verschiedene Funktionalitäten des Anbieters nachzumachen. Analysten sehen Snapchat als gefährlichsten Konkurrenten von Facebook.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sprache für einzelne Programme festlegen
Microsoft Windows ist in vielen Sprachen einsetzbar. Wer unterschiedliche Sprachen setzt und davon auch Gebrauch machen möchte, kann Windows zur Mehrsprachigkeit …
Sprache für einzelne Programme festlegen
Virtuelles Whiteboards für Online-Meetings
Wer gerne Meetings im Netz abhält, um sich mit Kollegen oder Partnern auszutauschen, der wird das virtuelle Whiteboard FlockDraw zu schätzen wissen.
Virtuelles Whiteboards für Online-Meetings
Die neue GoPro Hero6 Black im Test
Die neue Top-Action-Cam aus dem Hause GoPro heißt Hero6 Black. Sie kann im Vergleich zu ihrem Vorgänger mit einigen Neuerungen aufwarten. Allerdings schlägt sich das …
Die neue GoPro Hero6 Black im Test
Mobiles Gaming ohne Einschränkungen: Gaming-Laptops im Test
Anspruchsvolles Gaming geht auch auf Laptops, die es mittlerweile durchaus mit den Gaming-Towern aufnehmen können.Welche Modelle sind empfehlenswert?
Mobiles Gaming ohne Einschränkungen: Gaming-Laptops im Test

Kommentare