Intel mit Rekordgewinn dank neuer Chips

Santa Clara - Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im dritten Quartal danke der starken globalen PC-Nachfrage einen beeindruckenden Rekordgewinn von 1,9 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro) verbucht. Das asiatische und das europäische Geschäft liefen besonders gut.

Intel verdiente 43 Prozent mehr als im Juli-September-Abschnitt des Vorjahres. Der Quartalsumsatz stieg um 15 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollarm, wie die Intel Corporation mit Sitz in Santa Clara (Kalifornien) am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte.

Der Gewinn je Aktie legte auf 31 Cent von 22 Cent im Vorjahr zu. Intel übertraf damit die Erwartungen der Wall Street deutlich. Die Anleger waren von den Intel-Ergebnissen beeindruckt. Die Intel-Aktien legten nachbörslich um 5,14 Prozent auf 26,79 Dollar zu. Das war ein neues Zwölfmonats-Hoch.

Intel hat nach Darstellung von Branchenkennern seinem Hauptrivalen Advanced Micro Devices (AMD) mit der beschleunigten Einführung neuer Chip-Modelle Marktanteile abgenommen. Der harte Konkurrenzkampf mit AMD ließ jedoch die Chip-Preise stagnieren. Das Geschäft mit Laptop-Chips wies besonders hohe Zuwachsraten auf.

Das Unternehmen profitierte nicht nur von seinen neuen Prozessoren, sondern auch von den umfangreichen Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen der vergangenen zwölf Monate. Damit hat Konzernchef Paul Otellini Intel voran gebracht. Das höhere Absatzvolumen, ein beträchtlicher Stellenabbau und andere Sparmaßnahmen brachten einen kräftigen Anstieg der Bruttogewinnmarge auf 52,4 (46,9) Prozent.

Der operative Intel-Gewinn erhöhte sich um 64 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Otellini erwartet für das Schlussquartal eine Fortsetzung des positiven Trends. Das Schlussquartal ist für die Chip-Hersteller und die PC-Anbieter wegen des Weihnachtsgeschäfts sehr wichtig.

Intel steigerte seinen Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum auf 5,2 (4,3) Milliarden Dollar und legte in Nord- und Südamerika auf 2,1 (1,9) Milliarden Dollar zu. Der Europa-Umsatz stieg auf 1,8 (1,6) Milliarden Dollar, während Intel in Japan 994 (923) Millionen Dollar umsetzte.

Der Konzern schlüsselt seine Geschäftszahlen nicht nach einzelnen Ländern auf, dennoch hob Intel-Deutschland-Chef Hannes Schwaderer die Bedeutung des hiesigen Marktes - weltweit der viertgrößte - hervor. "Die deutschen Kunden sind technikinteressiert und kaufen immer das Neueste", sagte er der dpa. Deutschland sei daher ein "hochpreisiger Markt". Als Umsatzstütze erwies sich einmal mehr der Verkauf von Notebook-Prozessoren. Auch der Servermarkt habe sich gut entwickelt. Die Aussichten für das laufende Vierteljahr seien vielversprechend. "Wenn wir unsere Umsatzprognose einhalten, wird es das erfolgreichste Quartal der Unternehmensgeschichte", betonte Schwaderer. Der Konzern geht davon aus, zwischen 10,5 und 11,1 Milliarden Dollar zu erlösen und die Bruttomarge auf 57 Prozent zu steigern.

Intels Neunmonatsumsatz erreichte 27,6 (25,7) Milliarden Dollar. Intel verdiente im Januar-September-Abschnitt 4,8 (3,5) Milliarden Dollar oder 0,81 (0,60) Dollar je Aktie. Der Chiphersteller erwartet für das vierte Quartal 2007 einen Umsatz von 10,5 bis 11,1 Milliarden Dollar und eine Bruttogewinnmarge von rund 57 Prozent.

Intel ernannte Stacy J. Smith (44) zur neuen Finanzchefin. Ihr Vorgänger Andy Bryant hatte diesen Posten 13 Jahre lang besetzt. Er wurde Intel-Verwaltungschef. Es handelt sich dabei um eine neue geschaffene Position.

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