Internetadressen werden knapp

Paris - Das Internet wird Opfer seines eigenen Erfolges. 85 Prozent der möglichen Internetadressen werden bereits genutzt, in drei Jahren könnten keine neuen Internetadressen mehr zur Verfügung stehen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat daher am Donnerstag die Staaten und die Wirtschaft aufgerufen, mit der Version sechs des Internet Protocols (IPv6) die Entwicklung des Internets sicherzustellen. IPv6 ermögliche die Bereitstellung einer praktisch unbegrenzten Zahl von Adressen, teilte die OECD am Donnerstag in Paris mit. Außerdem fördere sie die Verbreitung von Breitband, Mobilfunk über Internet und Sensornetzen.

Regierungen und Wirtschaft müssten bei den Internetanbietern und IT-Unternehmen für den Übergang vom heutigen System IPv4 auf IPv6 werben, erklärte die OECD. Der Schritt sei keine Last, sondern biete wirtschaftliche Chancen. Die japanische Telekomfirma NTT nutzt IPv6 bereits zur Vernetzung tausender Erdbebensensoren, die automatisch Warnungen für Verkehrsfunk und Fernsehen verbreiten. Dazu sind Millionen Internetadressen nötig. Die US-Regierung bereitet die Internetnetze ihrer Behörden bis Juni auf IPv6 vor. China will die Olympischen Spiele für einen Großversuch der Technik beim Einsatz von Mobilfunk und Verkehrs- und Sicherheitssystemen nutzen.

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