Internet-Attacken auf Stromnetze theoretisch denkbar

- Hamburg - Der jüngste "Blackout" in Italien hat erneut Spekulationen über die mögliche Anfälligkeit der Versorgungsnetze für terroristische Angriffe etwa über das Internet hervorgerufen. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" vom Montag prüft derzeit auch die deutsche Energiewirtschaft die Möglichkeit, ob Kriminelle etwa mit einem Computer-Wurm über das Internet die Stromnetze ganzer Länder lahm legen könnten.

<P>"Netzwerke sind eben verwundbar", sagte der Virenexperte der Universität Karlsruhe, Christoph Fischer, der dpa. Der zunehmende Einsatz von Windows-Rechnern auch in sensiblen Prozessen wie der Stromversorgung stelle eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, meint Fischer. Die PCs seien heute so billig, dass auf ihnen immer mehr Daten in allen Bereichen verarbeitet und gespeichert würden. "Monokulturen sind aber brandgefährlich." In Deutschland seien in der Stromversorgung noch klassische Prozessrechner im Einsatz, die nicht auf Windows basierten. "Deutschland ist in dieser Frage sehr konservativ, das zahlt sich in diesem Fall einfach aus."</P><P>Nach dem ersten Blackout in den USA und Kanada Ende August hatte der Branchen-Dienst "heise online" über einen möglichen Zusammenhang mit dem damals grassierenden Internet-Wurm Lovesan (auch Blaster genannt) spekuliert. Es sei durchaus denkbar, dass ein Internet-Wurm über einen Windows-Rechner innerhalb der Sicherheitssysteme in den USA das Chaos ausgelöst haben könnte, vermutete der Online-Dienst. In den heftigen Debatten in den Diskussionsforen ernteten die Experten allerdings auch viel Spott als "Verschwörungstheoretiker". "Die Fakten waren stimmig, aber es fehlten die Beweise", sagte Fischer.</P>

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