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Abzocke über's Internet: Gegen die betrügerische Firma wird ermittelt.

2000 Anzeigen gegen Internetbetrüger

Die Polizei ermittelt gegen die Betreiber der Internetseiten fabriken.de und rezepte-ideen.de. Nahezu unbemerkt hatten sie die Nutzungsbedingungen geändert.

Mittlerweile sind etwa 2000 Strafanzeigen gegen die Betreiber der Seiten Fabriken.de und Rezepte-Ideen.de eingegangen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Düsseldorf. Die Polizei ermittelt gegen zwei 28 und 34 Jahre alte Männer wegen Leistungsbetrugs, schreibt die Westdeutsche Zeitung.

Das Unternehmen „connects 2 content-GmbH“ mit Sitz in Düsseldorf hatte zum Jahresbeginn den Betrieb der Internetseiten übernommen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Nutzer geändert. Dass die kostenlosen Seiten plötzlich gebührenpflichtig waren, wurde den registrierten Nutzern nach Angaben der Ermittler versteckt in zwei Newslettern mitgeteilt. Diese Mails seien so gestaltet gewesen, dass sie zum Teil in Spamfiltern hängen blieben, ungelesen gelöscht wurden oder die Adressaten aus anderen Gründen nicht erreichten.

Tausende Nutzer in Deutschland erhielten Zahlungsaufforderungen über 84 Euro Jahresbeitrag, die sie im Voraus zu entrichten hätten. Das Empfängerkonto, auf dem mittlerweile ein sechsstelliger Betrag zusammengekommen ist, wurde eingefroren. Über die betrügerische Firma hatte das Magazin Akte 09 berichtet (via Tutsi). Die Sendung wird Online jedoch nicht angeboten.

Die Ermittler empfehlen allen Betroffenen, Zahlungsaufforderungen zu ignorieren, auch wenn sie von Mahnanwälten oder Inkasso-Büros stammen. Die Forderungen seien nicht einklagbar. Wie man sich verhalten soll, erklärt das Blog Verbraucherschutz.tv. Das Jurablog Rechtmedial empfiehlt, sich bei der Kripo zu melden und gibt eine Kontaktnummer an. (mit dpa)

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