Apple-Rechner nicht mehr sicher

Ransomware: Erstmals werden Mac-User erpresst

San Francisco - Kriminelle blockieren den Zugriff auf den Rechner und fordern dann von dem Nutzer Lösegeld. Erstmals ist auch Apple von dieser speziellen Schadsoftware betroffen.

Die Sicherheitsfirma Palo Alto Networks warnt Besitzer von Apple-Rechnern vor einer speziellen Form von Schadsoftware. Mit sogenannter Ransomware könnten Kriminelle den Zugriff auf ein Gerät blockieren und dann Lösegeld verlangen, teilte Palo Alto Networks am Montag mit. Apple sei am Wochenende informiert worden. Die Sicherheitsfirma erwartete eine zunächst kleine Anzahl von Betroffenen.

Es wäre nach Angaben von Palo Alto Networks das erste Mal, dass auch Mac-Nutzer Angriffen mit Ransomware ausgesetzt sind. Bislang waren vor allem Nutzer von Windows betroffen, das am weitesten verbreitete Betriebssystem weltweit. Ransomware verschlüsselt die in einem System - zum Beispiel auf dem heimischen PC - vorhandenen Daten. Die Angreifer fordern dann Geld für die Freigabe. Palo Alto Networks nannte die Ransomware "KeRanger". Die Experten entdeckten sie am Freitag. Kriminelle schleusen sie demnach über die Open Source Software Transmission ein, die das Herunterladen von Daten beschleunigen soll. Apple reagierte bereits. Nutzer werden gewarnt, sobald sie eine infizierte Version von Transmission öffnen wollen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte erst kürzlich vor Ransomware gewarnt. Um eine Infektion zu vermeiden, sollten verdächtige E-Mails, Links und Mail-Anhänge nicht geöffnet werden. Außerdem rät das BSI grundsätzlich dazu, die auf einem Gerät verwendete Software stets aktuell zu halten und ein Virenschutzprogramm und eine Firewall zu installieren. Am wichtigsten die regelmäßige Sicherung der Daten auf Computern, Tablets und Smartphones. Backups sind oft die einzige Möglichkeit, betroffene Dateien wieder herzustellen.

"Ransomware": Wenn Programme Nutzer erpressen

AFP

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance / dpa

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