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Wurden früher Bankdaten per Internet geklaut, sind es heute ganze Profile.

Internetkriminalität verändert sich auch

Berlin - Die Kriminalität im Internet hat sich geändert. Wurden früher vor allem Bankdaten geklaut, sind es heute komplette Profile. Auch werden immer häufiger Schadprogramme benutzt.

Internetkriminelle greifen zunehmend komplette digitale Identitäten von Nutzern ab. Das berichtete das Bundesinnenministerium am Mittwoch unter Berufung auf eine im eigenen Auftrag veröffentlichte Studie. Bis vor einigen Jahren standen noch vornehmlich Online-Banking-Zugangsdaten im Fokus der Täter. Der Diebstahl und der anschließende Missbrauch der entwendeten Daten aus sozialen Netzwerken, von E-Mail-Dienstleistern oder Handelsplattformen beschreibe ein neues Kriminalitätsphänomen, heißt es in der Studie.

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Das künftige Ausmaß sei nicht absehbar, da neue Techniken und Plattformen immer neue Angriffsmöglichkeiten böten. Die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erstellte Untersuchung führte nach eigenen Angaben aus, inwiefern Identitätsdiebstahl und -missbrauch die Sicherheit von E-Government und E-Business bedrohen. Zudem zeigt sie offene Fragen im Kampf gegen Diebstahl und Handel von digitalen Identitäten auf.

Auch die Vorgehensweise der Täter hat sich der Studie zufolge verändert. Angreifer verwendeten mittlerweile überwiegend Schadprogramme - sogenannte trojanische Pferde - die in der Lage seien, auch fortgeschrittene aktualisierte technische Abwehrmaßnahmen zu umgehen. Die Schadprogramme gelangen den Angaben zufolge vorwiegend durch Schwachstellen im Betriebssystem oder in Softwarepaketen auf die Computer. 2009 seien die meisten Systeme durch den bloßen Besuch von Internetseiten und durch präparierte PDF-Dokumente attackiert worden. Gegeninstrumente seien Standardsicherheitsmaßnahmen wie Virenschutzprogramme, Firewalls sowie regelmäßige Updates der Betriebssysteme und Anwendungen. Notwendig sei zudem eine umfassende Aufklärung der Internetnutzer, heißt es in der Studie.

dapd

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