Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Will Kindern helfen: Kritiker vermuten, dass Ursula von der Leyen mit ihrem Vorstoß jedoch das Gegenteil bewirkt.

Regierung will Kinderpornos im Internet sperren

Das Familienministerium hat eine Internetsperre für Seiten mit Kinderpornografie durchgeboxt. In der Netzgemeinde stößt der Vorschlag auf wenig Begeisterung.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen setzt ihren Internetfilter für Seiten durch, die kinderpornografische Inhalte anbieten. Nach einem Gespräch mit Providern ist sie sicher, dass in sechs bis acht Wochen eine Vereinbarung zur Blockade mit dem Großteil der Zugangsanbieter steht. Doch ihr Ministerium besitzt nach Meinung vieler nicht unbedingt das, was man Medienkompetenz nennt.

Es ist ein rühmliches Ziel, doch in der Netzgemeinde stößt der Vorschlag auf viel Kritik: Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung nannte der Informatik-Professor den Vorstoß "reine Symbolpolitik". Noch dazu richten solche Blockaden mehr Schäden an, als sie nutzen.

Kritik kommt auch von der medienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Grietje Staffelt: Bevor man Internetblockaden durchsetze, sollte man die technische Durchsetzbarkeit prüfen und "ob dadurch auch nur ein einziges Kind geschützt wird."

Zusätzlich unterstellt die Netzgemeinde dem Bundesfamilienministerium fehlende Medienkompetenz - gerade bei diesem Thema fatal. Den vermeintlichen Beweis hat der Blogger Alvar Freude erbracht: Der wohl technikaffine Mann erklärte in einem sachlich argumentierten und unterstützenden Brief ans Ministerium, warum die Internetsperren unnütz sind und obendrein ungewollte Nebeneffekte hervorruft. Außerdem bat er seine Hilfe an.

In wievielen Punkten die Antwort des Ministeriums zeigt, dass es sich den Brief wahrscheinlich nicht einmal durchgelesen hat, hat das Blog Spreeblick aufgezählt. Worüber sich die Berliner Blogger besonders aufregen: Dem Schreiben hing ein Interview mit Ursula von der Leyen an - als Scan einer ausgedruckten Website. Soviel fehlende Medienkompetenz ist laut Spreeblick besorgniserregend. Keine gute Werbung für jemanden, der wichtige Eingriffe ins Internet vornehmen will, auch wenn er es eigentlich nur gut meint.

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