Internet-Surfer haben Angst vor verseuchten Downloads

- Hamburg - Nur jeder zehnte Internet-Nutzer sieht das kostenpflichtige Herunterladen von digitalen Inhalten aus dem Internet als problemlos an. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Universität Karlsruhe und der Marktforscher von Mummert Consulting, die am Dienstag in Hamburg präsentiert wurde.

<P>62 Prozent der Nutzer versuchen zuerst, die digitale Ware kostenlos zu bekommen - nur jeder Vierte ist bereit, für Downloads zu zahlen, ohne vorher nach kostenlosen Alternativen zu suchen. Rund 15 Prozent der Internetnutzer verzichten komplett auf kostenpflichtige Downloads. Als Hauptprobleme nannten die befragten 10 604 Nutzer fehlerhafte Downloads, die unvollständig oder virenverseucht sind. Rund die Hälfte der Nutzer zweifelt die Vertrauenswürdigkeit der Anbieter an oder sieht Schwierigkeiten bei der Reklamation der Daten. 40 Prozent der Surfer haben zudem Angst vor Hackern.</P><P>Trotz der allgemeinen Skepsis hat den Angaben zufolge bereits die Hälfte der Surfer schon einmal für heruntergeladene Daten bezahlt. Dabei ist die Zahlungsbereitschaft nicht für jedes digitale Gut gleich: Drei von fünf Usern würden für heruntergeladene Software zahlen, gefolgt vom Einkauf von Kino- und Konzertkarten, die rund 46 Prozent am Liebsten gleich aus dem Netz haben wollen. Jeder Dritte ist bereit, Musik kostenpflichtig aus dem Web zu beziehen. Zeitungsartikel und Bilder schneiden hingegen schlecht ab: Nur 16 Prozent der Befragten würden für Nachrichten im Web Geld ausgeben.</P>

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