Internetwirtschaft berät gemeinsamen Kampf gegen Müll-Mails

- Usingen - Die deutsche Internetwirtschaft hat ein gemeinsames Vorgehen gegen unverlangte Werbe-E-Mails beraten. Auf dem ersten Deutschen Anti-Spam-Kongress standen am Mittwoch in Usingen bei Frankfurt am Main vor allem technische Lösungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Vertreter mehrerer namhafter Internet-Provider befürworteten dabei sowohl schwarze Listen bereits aufgefallener Versender so genannter Spam-Nachrichten als auch Inhaltsanalysen der Mails nach bestimmten häufig beworbenen Produkten, Dienstleistungen oder Stichworten.

<P>Die Spam-Problematik bedroht nach Einschätzung des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft die seriösen Anbieter im Netz. Die unverlangte Werbung mit häufig betrügerischem Hintergrund belästige zunächst die Anwender, das gesamte Internet werde in die Schmuddelecke gedrängt, sagte Geschäftsführer Harald A. Summa. Zudem blieben die Provider auf erheblichen Kosten für den von den Spammern produzierten Datenverkehr sitzen.</P><P>Der weltweit größte Internet-Anbieter AOL filtert nach Angaben des AOL-Produktmanagers Kai Herzberger täglich 2,3 Milliarden unerwünschte Spam-Nachrichten. Zunehmend würden auch weitere Informationskanäle wie die bie Jugendlichen beliebten Handy-Kurznachrichten und Internet-Telegramme für die ungeliebten Werbebotschaften benutzt.</P><P>Ziel des europaweit ersten Kongresses sei es, eine gemeinsame Task Force der großen Internet-Anbieter zur Bekämpfung der Spam-Problematik zu gründen, sagte Summa. Deren Ergebnisse sollten auch kleineren Internet-Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Die strafrechtliche Verfolgung der Versender ungewollter E-Mails schätzten mehrere Experten als äußerst schwierig ein.</P>

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