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Mehr Mini-Computer als Telefon: Sogenannte Smartphones erobern den Handymarkt. Zusatzprogramme machen sie vielseitig einsetzbar.

Mini-Helfer erobern Handy-Markt

München - Stadtplan, Lexikon, Gymnastiktrainer oder Kochbuch: Wer heute ein Handy kauft, bekommt weit mehr als ein mobiles Telefon. Möglich machen dies sogenannte Apps. Auch von merkur-online gibt es nun eine App.

Das Handy als elektronischer Babysitter – kein Problem mit dem entsprechenden Babyphon-Programm für das Apple iPhone. Das Mobiltelefon neben das schlafende Kind legen. Wacht das Baby auf und schreit, spielt das Gerät erst mal die vertrauten Stimmen von Mama und Papa ab. Hilft das nicht, ruft das Handy die Eltern an.

Die iPhone-App des Münchner Merkur

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iPhone-App von merkur-online - hier downloaden

Wer sein Kind lieber persönlich betreut – das Babyphone-Programm ist nur eine von mehr als 150 000 Anwendungen, die es bereits für das iPhone gibt. Jeden Tag kommen hunderte neue hinzu. Apple ist bei den kleinen Helfern für das Handy Marktführer. Konkurrenten wie Nokia, Samsung oder Blackberry haben bisher das Nachsehen. Um die Anwendungen zu nutzen, braucht es ein Smartphone. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem englischen „smart“ (schlau) und „phone“ (Telefon). Die Geräte erinnern eher an Mini-Computer als an herkömmliche Mobiltelefone. Sie haben schnelle Prozessoren, große Displays und oft sogar eine Tastatur. Nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom wird in diesem Jahr jedes dritte neue Handy in Deutschland ein Smartphone sein. Das Mobiltelefon als ständiger Begleiter und Universal-Ratgeber – Apple hat als erster das Potenzial erkannt.

So beruht der Erfolg des iPhone vor allem darauf, dass es sich durch Zusatzprogramme beliebig erweitern lässt. „Apple ist es gelungen, quasi ein eigenes Öko-System zu schaffen“, erklärt Achim Barczok, Smartphone-Experte bei der Computerzeitschrift c’t. In dem virtuellen Warenhaus – dem App-Store für Programme und dem iTunes Store für Musik – gibt es nicht nur Helfer für fast jedes Problem, sondern auch Musikalben, Filme und Hörspiele zu kaufen. „Der Apple-Store ist auch für Laien leicht zu bedienen“, sagt Barczok. Einmal angemeldet, reichen wenige Klicks mit der Maus und das neue Album wird auf das iPhone geladen. Damit liefere Apple den Beweis, dass sich durchaus im Internet Geld verdienen lasse, so Barczok. Bedienung und Bezahlung müssten entsprechend einfach sein.

Auch Konkurrenten wie Nokia und Blackberry bieten eigene Online-Warenhäuser. Manche gibt es sogar schon länger als den Apple-Store. Im Vergleich zum Marktführer ist das Angebot jedoch beschränkt. Nokia bietet derzeit in seinem Ovi Store knapp 10 000 Anwendungen. An dem Missverhältnis dürfte sich so schnell auch nichts ändern.

Nokia setzt daher auf Qualität statt Quantität. „Wir wollen die Kunden nicht überfluten, sondern ihnen mit Apps einen echten Mehrwert bieten“, sagt Sven Morawek, zuständig für den deutschen Ovi Store von Nokia. Alle Anwendungen würden sorgfältig geprüft, bevor sie zum Herunterladen bereitstehen. Ein Viertel der Programme ist kostenlos.

Noch steht das Geschäft mit den kleinen Helfern am Anfang. 2009 lag der Umsatz bei 4,2 Milliarden Dollar – nicht viel im Vergleich zum Gesamt-Telekommarkt von rund 1,4 Billionen Dollar. Experten rechnen jedoch mit rasantem Wachstum: Die Schätzungen reichen von 11 bis 39 Milliarden Dollar bis Ende 2013.

Möglich macht diesen Boom das mobile Internet. Denn die meisten Anwendungen funktionieren nur mir Netzanbindung. Sie bereiten quasi die Daten aus dem Internet optisch ansprechend auf. Die rasant wachsende Zahl der Apps hat allerdings auch einen Haken. „Je größer die Verbreitung, umso interessanter werden sie für Schadprogramme“, sagt Nora Basting, Pressereferentin beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. „Smartphones haben inzwischen die Leistung von kleinen Computern“, so Basting. „Sie brauchen daher auch einen entsprechenden Schutz vor Angriffen.“

Die iPhone-App des Münchner Merkur

Für alles gibt es eine App – das gilt jetzt auch für unsere Zeitung: Ab sofort können unsere Leser die aktuellsten Nachrichten der Heimatzeitungen des Münchner Merkur aus München, Bayern und der Welt auf dem iPhone lesen. Auch die Fußball-Fans des FC Bayern und des TSV 1860 werden mit den neusten Infos über ihren Lieblingsverein versorgt – überall und per Fingerdruck.

Ein Screenshot der iPhone-App von merkur-online

Warum gab es Probleme bei der S-Bahn? Welchen neuen Spieler haben die Vereins-Bosse verpflichtet? Wie wird das Wetter? Und was hat es eigentlich mit diesem neuen Skandal auf sich – das erfahren Sie mobil mit Ihrer Merkur-App. In der App lassen sich die jeweils interessantesten Rubriken wie Lokales, Sport, Wirtschaft, Politik oder Boulevard individuell in der Favoritenleiste platzieren. Ebenfalls kann die Schriftgröße angepasst werden. Über die Funktion „download2go“ können über eine WLAN-Verbindung alle aktuellen Nachrichten und Fotostrecken auf einmal geladen und später gelesen werden.

Mit der iPhone-App vermeiden Sie lange Ladezeiten, denn alle Artikel und Bilder sind für das mobile Internet optimiert. (Voraussetzungen: Kompatibel mit iPhone. Erfordert iPhone OS 3.0 oder neuer.)

Die iPhone-App von merkur-online gibt es kostenlos im iTunes-Store:

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