Italien und Deutschland streiten weiter über Galileo-Projekt

- Berlin - Italien und Deutschland streiten weiter um die Führungsrolle beim europäischen Satellitenprojekt Galileo. Auch bei einem Treffen von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi konnten am Dienstag in Berlin die Differenzen über das größte europäische Technologievorhaben nicht ausgeräumt werden.

<P></P><P>Schröder sprach von "geringen Meinungsverschiedenheiten", die jetzt auf hoher Beamtenebene gelöst werden sollten. Er sei sicher, dass bis zum Kopenhagener EU-Gipfel im Dezember eine gemeinsame Position vorliege.<BR><BR>EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hatte beide Regierungschefs kürzlich aufgefordert, den Streit so rasch wie möglich beizulegen. Berlusconi hatte erklärt, er werde Deutschland niemals die Führungsrolle bei dem 3,4 Milliarden Euro teuren Galileo-Projekt überlassen. Geplant ist bis 2008 der Aufbau eines Netzes von 30 Satelliten zu Navigationszwecken unter anderem im Verkehrsbereich, das dem amerikanischen GPS-System Konkurrenz machen soll. Die Regierung in Rom pocht darauf, dass der künftige Sitz des Industriekonsortiums für das Satelliten-System nach Italien kommt. </P><P>Mit einem Anteil von knapp 25 Prozent ist Deutschland bislang wichtigster Geldgeber für das gemeinsam von der EU und der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) durchgeführte Projekt. Die beteiligte Industrie, die knapp die Hälfte des Systems finanzieren will, sucht ebenso wie die Regierungen nach einem Kompromiss. Ein Lösungsvorschlag sieht vor, den Galileo-Sitz nach Italien zu verlegen, die personelle Führung aber an die Deutschen zu vergeben.</P>

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