IT-Sicherheit wird immer wichtiger

- Hannover - Kriminelle bereichern sich an fremden Bankkonten, Viren zerstören wichtige Daten und Hotelerbin Paris Hilton musste die rund 500 gespeicherten Telefonnummern aus ihrem Mobiltelefon im Internet wiederfinden. Die Gefahr im Internet wächst stetig.

<P>Längst sind Viren nicht mehr nur ein Problem der Computerwelt: Auch die ersten Handyviren sind bereits im Umlauf. Die vernetzte Welt hat nicht nur viele Annehmlichkeiten gebracht, sie birgt auch Risiken.</P><P>"IT-Sicherheit ist ein Querschnittsthema quer durch alle Branchen, Wertschöpfungs- und Politikbereiche", sagt Walter Fumy, Vorsitzender des BITKOM-Arbeitskreises IT-Sicherheitsmanagement, auf der CeBIT in Hannover. Je mehr Produkte, Dienstleistungen und Angebote mit Mitteln der Informationstechnik angeboten werden, desto wichtiger wird die IT-Sicherheit.</P><P>Rund 1,3 Millionen Unternehmen in Deutschland nutzen Computer, mehr als sechs Millionen Arbeitsplätze haben einen Internetzugang. Dennoch lässt das Thema Sicherheit viele Unternehmen offensichtlich kalt. "Nach einer branchenübergreifenden Studie der Initiative Security for Business wollen die meisten kleineren Unternehmen nur maximal 1000 Euro für die Verbesserung ihrer IT-Sicherheit ausgeben", sagt Jürgen Gallmann, Mitglied im Präsidium des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).</P><P>Doch Antiviren-Software, Spam-Filter und Firewalls reichten einfach nicht aus. "Internet-Viren, Würmer und Trojaner sind bei weitem nicht die einzigen Gefahren für die IT-Sicherheit von Unternehmen." Auch Feuer, technisches Versagen, Diebstahl oder auch Organisationsdefizite stellen eine Gefahr für die IT-Sicherheit dar.</P><P>Dennoch gibt es laut BITKOM erste Tendenzen, die IT-Sicherheit mehr in den Fokus zu rücken: "Einige Großunternehmen wie BMW verlangen von Lieferanten mittlerweile, bestimmte IT-Standards einzuhalten", sagt Gallmann. Der Automobilkonzern habe ein eigenes Regelwerk für seine Zulieferer.</P><P>Und auch mit der enormen Verbreitung von Handys kommen neue Herausforderungen auf die Nutzer zu: Wenn sich Viren zunehmend nicht mehr nur von PC zu PC, sondern auch von Handy zu Handy verbreiten, werden Handynutzer künftig auf ihren Virenschutz auf dem Mobiltelefon achten müssen. Im Juni 2004 wurde der erste Handyvirus in "freier Wildbahn" gesichtet.</P><P>"In ein paar Jahren sprechen wir dann über die Sicherheit der eigenen Wohnung", sagt Eugene Kaspersky, Gründer des Antiviren- Software-Herstellers Kaspersky Lab. Wenn die Haustechnik über das Internet steuerbar ist wird die Sicherheit der Technik darüber entscheiden, ob man noch Herr seines Lichtschalters und der Alarmanlage bleibt.</P>

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