Jährlich 60 000 Tote durch UV-Strahlung

- Genf - Bis zu 60 000 Menschen sterben pro Jahr durch zu viel ultraviolette Strahlung. Viele dieser Todesfälle wären durch simple Schutzmaßnahmen vermeidbar, mahnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Die UN-Organisation legte dort nach eigenen Angaben die erste systematische Analyse der weltweiten Gesundheitslasten durch UV-Strahlung vor.

Die ultraviolette Strahlung ist Teil des Sonnenlichts und gilt in geringer Dosis als förderlich für die lebenswichtige Vitamin-D-Produktion, wie die WHO betonte. In höheren Mengen kann sie jedoch zu Haut- und Augenleiden führen.

Bis zu 90 Prozent der globalen Hautkrebslast gehe auf übermäßige UV-Strahlung zurück, berichtete die WHO. Darüber hinaus lasse die energiereiche Strahlung die Haut altern, verursache Sonnenbrand, Augenlinsentrübungen (Katarakte), Bindehautwucherungen am Auge (Pterygien), seltenen Augenkrebs und könne schlummernden Lippenherpes wieder aktivieren. "Wir brauchen alle etwas Sonne, aber zu viel kann gefährlich und sogar tödlich sein", sagte die WHO-Direktorin für Umwelt und öffentliche Gesundheit, Maria Neira.

Mit einfachen Mitteln lasse sich das Gesundheitsrisiko übermäßiger UV-Strahlung reduzieren, betonte die WHO. So sollten sich die Menschen nicht zu lange in der Mittagssonne aufhalten, sondern den Schatten suchen, schützende Kleidung, Hüte und Sonnenbrillen tragen, Sonnenschutzmittel mit mindestens Faktor 15 benutzen und UV-Lampen sowie Sonnenstudios meiden. Jugendliche unter 18 Jahren sollen nach Empfehlung der WHO gar nicht ins Sonnenstudio gehen. Eltern seien dafür verantwortlich, ihre Kinder vor der Sonne zu schützen.

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