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Nun verbietet endlich auch Japan geschmacklose Spiele wie „Rapelay“.

Japan verbannt Vergewaltigungs-Spiele

Japans Computerspielkommission hat alle Spiele verbannt, die Vergewaltigungen darstellen. Die Diskussion hatten Proteste über das geschmacklose Spiel „Rapelay“ ausgelöst.

Es ist keine Entscheidung der Regierung, sondern eine, die die Computerspielindustrie selbst getroffen hat. Am Montag hat die Ethikkommission der Hersteller von Computersoftware in Japan (EOCS) bei einem Notfalltreffen beschlossen, noch diese Woche Games zu verbannen, bei denen die Spieler virtuelle Figuren vergewaltigen.

Proteste über das Spiel „Rapelay“ hatte die Diskussion ins Laufen gebracht. Vor drei Jahren war dieses Spiel in Japan auf den Markt gekommen und löste in der westlichen Welt einen Aufschrei aus. Darin muss der Spieler Frauen und kleine Mädchen vergewaltigen. Wird eine Frau schwanger, muss er sie zur Abtreibung überreden. Das Internetkaufhaus Amazon hatte das Spiel nach heftiger Kritik aus dem Angebot genommen, berichtet 20min. Der Protest westlicher Politiker schwappte bis nach Asien.

Eigentlich wäre nichts passiert, hätte ein japanischer TV-Sender vergangene Woche nicht fälschlich gemeldet, die Spiele seien verbannt worden. Die Industrie dementierte - und die Proteste brandeten auf. Also rief die EOCS die Notfallsitzung ein. Sie will nun Richtlinien für künftige Spiele ausarbeiten und mit den Spieleherstellern eng zusammenarbeiten. Bis die Richtlinien in Kraft treten, soll eine Übergangsregelung herhalten.

Die wird jedoch stark kritisiert, weil sie dem gleichen Inhalt lediglich eine Maske aufsetzt. Beispielsweise soll ein bald auf den Markt kommendes Spiel von „Gruppenvergewaltigt vom ganzen Dorf“ in „Falle gestellt vom ganzen Dorf“ umbenannt werden, schreibt Kotaku. Das Spiel bleibt das gleiche.

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