Jazz, Blues und Pop in der Wissenschaft

- Wolfgang Rathert hat am Institut für Musikwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität die neu geschaffene Professur für Musik des 20. Jahrhunderts inne. Er ist der einzige Professor in Deutschland, der sich in dieser Form mit der modernen Musik beschäftigt.

<P>Das Büro von Professor Wolfgang Rathert im Hauptgebäude der LMU dient dem Musikwissenschaftler auch als Seminarraum. An den frisch geweißelten Wänden hängen moderne Kunstdrucke. Eine gemütliche ebenfalls weiße Sitzecke und ein Arbeitstisch für bis zu zehn Personen lassen bei Seminaren eine familiäre Stimmung aufkommen.<BR>"Mit meiner Professur seit dem Wintersemester 2002 wurde das Institut modernisiert und deckt nun das gesamte Spektrum der Musik-Geschichte ab", erklärt Rathert. <BR><BR>Sein Forschungsschwerpunkt ist die nordamerikanische Musik des 20. Jahrhunderts. Neben der wissenschaftlichen Betrachtung von Jazz-, Blues- und Pop-Musik sind für Wolfgang Rathert auch die soziokulturellen Aspekte der Musik wichtig. Gut vorstellen könnte er sich, bald einmal eine Lehrveranstaltung zu Frank Zappa zu halten. "Frank Zappas ist deshalb so interessant, weil in seiner Musik auch immer ein politischer Aspekt eine Rolle gespielt hat", erklärt der Musik-Professor.<BR><BR>"Die Ausbildung der Musikwissenschaftler hat sich in den letzten Jahren geändert", sagt Rathert. "Der wissenschaftliche Aspekt rückt weiter in den Hintergrund."<BR><BR>Die Ausbildung der Studenten wird immer berufsbezogener ausgerichtet. So legt Rathert Wert auf eine Ausbildung in der Organisation von Musik- und Kulturereignissen wert. Seine Studenten lernen, wie man ein Programm für eine Veranstaltung zusammenstellt oder wie man Begleittexte zu Musikveranstaltungen aus fremden Ländern recherchiert und verfasst.<BR><BR>Wolfgang Rathert kommt von der Freien Universität Berlin nach München. In die Landeshauptstadt hat es den 44-jährigen nicht zuletzt wegen des großen kulturellen Angebots verschlagen. "München ist wichtiges Zentrum für Musik und Kunst in der Bundesrepublik", sagt Rathert. Die gemütliche Sitzecke in seinem Büro lässt darauf schließen, dass er beabsichtigt, länger an der LMU zu bleiben.<BR></P>

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