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runpee sagt, an welchen stellen im Kinofilm man auf Toilette gehen kann.

Für jeden Film die geeignete Pinkelpause

New York - Fast immer muss man im Kino auf die Toilette, will abe nicht gehen, weil man ja die beste Stelle vepassen könnte. Ein Webangebot sagt jetzt, an welchen Stellen man getrost aufs Örtchen gehen kann.

Das dringende Bedürfnis kommt im Kino immer gerade dann, wenn es besonders spannend ist. Selbst wenn man auf dem Weg zur Toilette so schnell ist wie Usain Bolt, bleibt die quälende Frage: Was ist inzwischen passiert? Abhilfe verspricht das Web-Angebot RunPee.com: Hier wird zu aktuellen Kinofilmen gezeigt, wann die beste Zeit für einen Toilettengang ist, weil dann ohnehin nicht so viel passiert.

Im neuen “Harry-Potter“-Film gibt es die erste Gelegenheit zur Pinkelpause nach 33 Minuten, wenn Dumbledore sagt: “Ab ins Bett...“. Jetzt hat man vier Minuten Zeit, in denen nicht so viel passiert. Das ungewöhnliche Informationsangebot gibt die geeignete Stelle im Handlungsstrang ebenso an wie die Dauer der möglichen Pause und eine Zusammenfassung des Inhalts.

Ein Einmannbetrieb

Inzwischen gibt es RunPee.com auch als iPhone-App im Apple-Store, und in diesem Kinosommer gilt die Adresse als Hit der Saison. Die Idee dazu hatte der 42-jährige Flash-Entwickler Dan Florio, als er im dreistündigen “King-Kong“-Remake von 2005 saß und das Bedürfnis der Blase mit dem cineastischen in einen heftigen Konflikt geriet. Seitdem betreibt Florio die Website ganz allein in Orlando, Florida. Seine Frau und seine Mutter helfen ihm dabei. Sobald ein Film in die Kinos kommt, ist Florio im Einsatz, macht eifrig Notizen und hält Ausschau nach ruhigen Passagen.

Je besser ein Film ist, desto schwieriger ist die Suche nach einer geeigneten Pause. So konnte Florio für das Animations-Adventure “Up“ keine Empfehlung für den Gang zur Toilette abgeben. Täglich schauten 3.000 bis 6.000 Kinofreunde auf seiner Website vorbei, erklärt Florio. Die iPhone-Anwendung kostet im Apple-Shop einen Dollar, was Florio nach seiner Schätzung in diesem Monat 800 Dollar (570 Euro) einbringen wird. Einige Kinobesucher nutzen den Dienst nicht nur für den Toilettengang, sondern auch, um sich im Foyer schnell noch ein Getränk oder Popcorn zu holen.

RunPee.com soll es auch für Kinostarts in anderen Ländern als den USA geben - die deutsche Fahne ist auf Florios Website bereits gehisst. Allerdings ist er dann auch auf Helfer angewiesen. Florio hat sein Angebot als Wiki angelegt, damit Nutzer ihre Empfehlungen für Pausen einreichen können. Bislang blieb die meiste Arbeit an ihm selbst hängen, was laut Florio einen einfachen Grund hat: “Es macht keinen Spaß.“

AP

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