Jeder zweite Deutsche hat Online-Profile

Berlin - Inzwischen hat jeder zweite deutsche Internet-Nutzer ein Online-Profil, mit dem sie private Daten im Netz preisgeben. Doch jeder Zweite hat das Gefühl nicht zu wissen, wie eigene Dtaen geschützt werden können.

In absoluten Zahlen sind das 27 Millionen Bundesbürger, die ganz freiwillig persönliche Angaben, Gedanken oder Fotos im Internet veröffentlichen. Das geht aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Instituts Aris unter 1.000 Internetnutzern für den Branchenverband Bitkom hervor.

Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf erklärte anlässlich des weltweiten Safer Internet Days, es gebe keine technische Möglichkeit, die eine absolute Sicherheit der Daten gewährleiste. Der Branche sei der Schutz der Jugendlichen ein besonderes Anliegen. Es gebe zwar einen “digitalen Radiergummi“, sagte Kempf, “aber er bietet keinen 100-prozentigen Schutz. Der Umfrage zufolge hält jeder Zweite (55 Prozent) seine Daten im Netz tendenziell für unsicher. 13 Prozent der Internetnutzer verzichteten auf die Online-Speicherung persönlicher Daten und Dokumente. Fehlendes Vertrauen liege in manchen Fällen auch schlicht an unzureichender Information.

47 Prozent, also jedem zweiten Internetnutzer, fehlten Informationen, was er selbst für den Datenschutz tun kann. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: “Das Internet vergisst nichts.“ Die technischen Entwicklungen böten eine Freiheit, deren Missbrauch durch einen klaren rechtlichen Rahmen verhindert werden müsse. “Die Bundesregierung wird rote Linien ziehen, die zum Schutz der Privatsphäre auch im Internet nicht überschritten werden dürfen“, sagte Aigner.

dapd

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