Jobs mit Student und Arbeitsmarkt

- Das Förderprogramm "Student und Arbeitsmarkt" für Geistes- und Sozialwissenschaftler kann kann trotz der wachsenden Arbeitslosigkeit auf eine erfolgreiche Bilanz zurückschauen: 94 Prozent der Kursteilnehmer, die aus allen Münchner Hochschulen kommen, haben nach einer Befragung im Vorjahr einen Job gefunden, die meisten davon in fachfremden Berufen.

<P>Um sich auf dem schnell wandelnden Arbeitsmarkt zu bewähren, benötige der akademische Nachwuchs heute nicht nur eine gute universitäre Ausbildung, betont Harro Honolka, Geschäftsführer des Instituts "Student und Arbeitsmarkt": "Der Hochschulabsolvent muss auch Zusatz- und Schlüsselqualifikationen, praktische Erfahrungen und die berühmt berüchtigten soft skills, wie Sprachgewandtheit, Umgang mit Menschen, Organisieren oder Verhandlungsgeschick vorweisen." <BR><BR>Im Mai des Vorjahres sind Kursteilnehmer der Jahre 1999 bis 2001 befragt worden. Sechs Prozent dieser Akademiker sind arbeitslos, 72 Prozent arbeiten in einem fachfremden Beruf, 22 Prozent haben ihr Fach in den Beruf einbringen können.<BR><BR>Die Befragung spiegelt zwar nicht die gesamte Wahrheit des studentischen Berufseinstiegs wieder, sondern nur die der Kurs-Teilnehmer, sie steht aber, wie Honolka erläutert, "durchaus repräsentativ für die derzeitige Situation".<BR><BR>Das Institut "Student und Arbeitsmarkt" ist an der Ludwig-Maximilians-Universität angesiedelt, sein Förderprogramm richtet sich aber an alle Studenten der Münchner Hochschulen. "Während früher vor allem die Geistes- und Sozialwissenschaftler oft auf Quereinstiege angewiesen waren, sind heute auch zunehmend Naturwissenschaftler von Alternativ-Einstiegen betroffen", berichtet Honolka. <BR><BR>Von den Absolventen, die an dem modular gebauten, berufsvorbereitenden Kursen des Instituts teilgenommen haben, erklärten 80 Prozent bei der Befragung, dass sich die Teilnahme positiv für sie ausgewirkt hatte. Die Hälfte der Befragten meinten, Zusatzqualifikationen seien das A und O für den Berufseinstieg. Von denjenigen, die das Angebot, in ein Betriebspraktikum einzusteigen, wahrgenommen hatten, waren sich 61 Prozent sicher, dass es ihre Qualitäten verbessert hatte. <BR><BR>Das Institut empfiehlt zwei bis drei Praktika während des Studiums. "Derzeit hat sich aber eine Praktika-Sammelwut breit gemacht", meint Honolka skeptisch. "Oftmals werden Praktika gemacht, die sinnlos sind. Wer die Ferien über an einer Maschine einen Hebel betätigt, lernt nichts, was einen Arbeitgeber interessiert." Sinnvolle Praktika vermittelt das Institut ebenso, wie Kontakte mit personalsuchenden Firmen. Es entwickelt sich damit in Richtung der "Career Centers", die im angelsächsischen Raum zum Selbstverständnis der Universitäten gehören.<BR><BR>Infos unter: www.s-a.uni-muenchen.de. Bewerbung fürs Wintersemester im Juli. Das Kurspaket kostet 100 Euro.<BR></P>

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