Johanniskraut gibt es auch auf Kassenrezept.

- Seit der Gesundheitsreform vom 1. Januar 2004 müssen in der Regel alle frei verkäuflichen Medikamente von den Patienten gezahlt werden. Kinder bis zum 12. Lebensjahr und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr mit Entwicklungsstörungen (körperlich sowie geistig) sind von dieser Regelung ausgenommen.

<P>Kassen dürfen nun ab dem 1. April auch antroposophische, homöopathische und naturheilkundliche Arzneien erstatten, wenn es es sich um die Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs oder HIV handelt. Inzwischen hat sich der gemeinsame Bundesausschuss aus Ärzten, Kassen und Patienten auf eine "Ausnahme-Liste" geeinigt. Ab 1. April gibt es 36 Wirkstoffe auf Kassenrezept. Bezahlt werden sie aber nur, wenn sie bei jeweils genau festgelegten Krankheiten zur Standardtherapie gehören. <BR><BR>So etwa die Acetylsalicylsäure (Aspirin) zur Nachsorge von Herzinfarkt und Schlaganfall, Jodid zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen oder bestimmte Antihistaminika bei definierten Allergien.<BR><BR>Naturheilmittel, die ab dem 1. April von der Kasse bezahlt werden, sind:<BR>Flohsamenschalen zur unterstützenden Quellmittel-Behandlung bei Morbus Crohn, Kurzdarmsyndrom und mit HIV verbundenen Durchfallerkrankungen<BR>Ginko biloba (Mädchenhaarbaum)-blätter-Extrakt zur Behandlung von Demenz<BR>Johanniskraut-Extrakt zur Behandlung von mittelschwerer Depression<BR>bestimmte Mistel-Präparate</P><P>Dagegen müssen so genannte "Lifestyle-Präparate" wie Potenzmittel, Appetitzügler, Haarwuchsmittel, und Mittel zur Raucherentwöhnung von dem Patienten selbst getragen werden. <BR><BR>Der deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte ist mit der Ausnahme-Liste nicht einverstanden und will mit einer Verfassungsklage gegen den weitgehenden Ausschluss ihrer Arzneimittel von der Kassenerstattung vorgehen. Er sieht in der Erstattung der Präparate nur bei schweren Erkrankungen "eine Einschränkung der Therapiefreiheit". </P><P><BR>Eine Hotline zur OTC-Liste (Over the counter) vom gemeinsamen Bundesausschuss ist unter der Tel.: 02241/14 67 940 (Mo. - Fr. 8.30 bis 17.30 Uhr) zu erreichen. Die "Ausnahme-Liste" kann unter der Internetadresse: www.g-ba.de abgerufen werden. </P><P> </P>

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