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Josef Fritzl wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Josef Fritzl zu lebenslanger Haft verurteilt

Im Inzest-Fall von Amstetten ist Josef Fritzl schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Gericht sprach er von Reue für seine Taten.

Josef Fritzl ist wegen Mordes, Inzest, Sklaverei und anderen Delikten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, berichtet der Spiegel. Er soll in eine Anstalt für "geistig abnorme Rechtsbrecher" eingewiesen werden, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Damit folgt das Gericht der Empfehlung der Staatsanwaltschaft und der Gerichtsgutachterin Adelheid Kastner, die Fritzl untersuchte. Die bescheinigte ihm auch die volle Schuld- und Zurechnungsfähigkeit für seine Taten, schreibt die Welt. Die Gutachterin vermutet, dass der Täter suizidgefährdet ist, schreibt das Portal. Sein Kartenhaus sei nach der Aussage seiner Tochter zusammengebrochen, sagte Kastner, diese Realität könne er vermutlich nur schlecht vertragen.

Sein Prozess dauerte vier Tage. Fritzl hat seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang gefangen gehalten, vergewaltigt und sieben Kinder mit ihr gezeugt. Eines davon starb wegen unterlassender Hilfeleistung Fritzls.

Nachdem Fritzl am Montag zu Beginn des Prozesses die Vorwürfe Mord und Sklaverei bestritt, änderte er am Mittwoch seine Aussage und bekannte sich in allen Anklagepunkten schuldig. Auslöser sei die Aussage seiner Tochter am zweiten Prozesstag gewesen, die im Gerichtssaal als Video zu sehen war, sagte er. Am Tag der Urteilsverkündung sprach Fritzl von Reue für seine Taten.

Das Urteil ist rechtskräftig. Laut dpa haben beide Parteien bereits auf Rechtsmittel verzichtet. Andernfalls wäre das Urteil erst am Dienstag rechtskräftig geworden.

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