Die Kamera als Spiele-Konsole

CeBIT-Trends: - Hannover - Noch vor wenigen Jahren waren Fernsehen oder Musik in Hannover verpönt. Die Cebit gehörte ernsthaften Computern fürs Büro oder Labor. Heute lässt sich die Trennung nicht mehr aufrechterhalten. Alle Geräte nutzen digitale Technik und lassen sich unterschiedlich einsetzen. Der TFT-Bildschirm am Computer als Fernsehgerät. Das Handy zum Fotografieren, der MP3-Spieler als mobiles Video-Abspielgerät, die digitale Kamera als Computerspielkonsole.

So stehen im Zentrum des Interesses auf der weltgrößten Computermesse die zahlreichen Geräte fürs Wohnzimmer oder für unterwegs. Hier die wichtigsten Trends:

LCD billiger

Die Kinoleinwand für daheim wird immer noch fürstlich bezahlt - bis hinein in den fünfstelligen Euro-Bereich. Doch gibt es immer mehr erschwingliche Geräte. Vor allem Geräte in der 80 Zentimeter-Klasse rutschen immer häufiger deutlich unter 1000 Euro. Eine Auflösung von 1366 x 786 Pixel sollte geboten sein, ein Kontrast von über 1000 zu 1. Zukunftsfähige Geräte haben einen DVB-T Anschluss und einen, besser zwei HDMI-Eingänge. Vorerst ohne Preis: Sharp präsentiert auf der Cebit den mit 2,74 Meter Bildschirmdiagonale größten LCD-Fernseher.

Filmspeicher

Der Videorekorder teilt heute das Schicksal vieler Vinyl-Plattenspieler. Man braucht ihn zwar nicht mehr, will sich aber nicht davon trennen. DVD-Rekorder mit Festplatte können die Funktion übernehmen. Diese Technik ermöglicht es, gleichzeitig eine Sendung aufzunehmen und eine Aufnahme wiederzugeben. Man kann auch verspätet bei einem Film einsteigen (und dann die Werbepausen überbrücken). Auf Scheibe gebrannt wird nur, was man länger aufheben will. Die meisten Geräte sind nur für analoges Fernsehen ausgerüstet. Wer den Gerätepark im Wohnzimmer überschaubar halten will, sollte ein Gerät mit digitalem Tuner wählen. Die Preise auch für Geräte mit HDMI-Ausgang für hochauflösende Bilder brechen gerade von oben durch die 500-Euro-Grenze.

K\x10Internet-TV

Arcor überträgt ab Mai die Programme von mehr als 50 Fernsehsendern über das Internet. Vorstandschef Harald Stöber kündigte einen ersten Pilotversuch in Kassel an. Die bundesweite Einführung von IPTV (Fernsehen über IP, also über das Internet-Protokoll) werde in der zweiten Hälfte des Jahres folgen. IPTV habe nichts mehr mit dem PC zu tun, erklärte Stöber. Das Programm werde nur mit Hilfe der Internet-Technik übertragen, sei aber wie bisher am Fernseher zu empfangen. Arcor will auch mehr als 70 Pay-TV-Programme zusätzlich auf diese Weise anbieten.

Zurechtfinden

Noch vor einigen Jahren waren sie teures Zubehör in Autos der Oberklasse. Mittlerweile sind Navigationsgeräte fürs Auto zwischen 250 und gut 500 Euro zu finden, vielfach mit Sonderfunktionen: Verkehrsinformationen, Blitzerdatenbanken, Hinweise auf Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die Zusatzfunktion als Handy-Freisprechanlage sind im Angebot einzelner Hersteller.

Mobile Musik

Die Vielfalt der Geräte ist kaum überschaubar. Spannend wird es am Markt der MP3-Player erst, wenn Microsoft mit seinem Zune gegen den Platzhirsch, den i-Pod von Apple, antritt. Wann das der Fall sein wird, lässt Microsoft noch offen. Dafür kommen andere Hersteller mit eleganten Geräten, etwa Samsung mit einem nur sieben Millimeter flachen Spieler, oder Venzero mit einem Gerät mit eingebautem digitalen Fernsehtuner.

Immer größer

Wer braucht Fotos mit 10 Megapixel, was immer mehr Digitalkameras bieten? Für Profi-Aufnahmen kann eine derart hohe Auflösung sinnvoll sein - und für die Umsätze der Hersteller von Speichermedien. Für Alltagsfotos tut es die Hälfte. So lassen sich immer mehr Kamera-Hersteller mehr einfallen als immer nur wachsende Datenmengen: Bildstabilisatoren, die vor Verwackeln schützen, oder eine Gesichtserkennung, die automatisch für scharfe Aufnahmen sorgt.

Laufende Bilder

Eine vorerst noch teure Foto-Alternative für schnelle Bildfolgen könnten Videokameras werden, vor allem solche mit extrem leichten und geräuschlosen SD-Karten als Speichermedium, die allerdings noch den Preis hochtreiben. Noch in den Kinderschuhen stecken Video-Handys, mit denen man die aufgenommenen Filmchen auch gleich versenden kann. Auch sie nutzen SD-Karten.

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