Daten-Wirbel um Kimojis

Kim Kardashians Hintern zwingt Apple in die Knie

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München - Das hat die Welt gebraucht: Kim Kardashian hat eine App mit Emojis herausgebracht. Es geht um Brüste, Pos und Geld. Fans sind begeistert, Datenschützer laufen jedoch bereits Sturm.

Durch Selbstdarstellung zur Millionärin: Rekordverdächtige 55 Millionen Menschen folgen Kim Kardashian auf Instagram. Die 35-jährige Selfie-Queen, die die Oberflächlichkeit zum Lebensinhalt erklärt hat, hat sogar schon ein Fotobuch mit Selbstporträts herausgegeben - der Titel: "Selfish". Weil - traurig aber wahr - viele Mädchen und junge Frauen sich ein Leben wünschen wie das, das das It-Girl nicht nur im Reality-TV inszeniert, gibt es bereits eine App. Mit der kann sich Lieschen Müller wenigstens ein bisschen so fühlen wie die Frau, der in Sachen Egomanie nur ihr eigener Ehemann, US-Rapper Kanye West, das Wasser reichen kann. Um die Anwendung zu bedienen, muss man weder etwas wissen noch etwas können - das ergibt Sinn, denn das Original selbst ist ja ebenfalls vollkommen talentbefreit und mutmaßlich alles andere als eine Intelligenzbestie.

Kimojis: Die App für den Arsch

Und weil das die Welt offensichtlich unbedingt noch gebraucht hat, gibt es jetzt die Kimojis: 250 "exklusive" Piktogramme stehen seit Montag zum Download bereit, doch es braucht nur einige wenige, um die Essenz und damit die Existenzberechtigung der Aufmerksamkeitssüchtlerin erschöpfend zu beschreiben: Es geht vor allem um Kims Brüste und ihren Po - eine App für den Arsch, sozusagen. Dazu kommen Motive von Statussymbolen wie Geldbündeln, Protz-Autos und Schmuck sowie Schminke und Lebensmitteln. Das war's fürs Erste. Macht 1 Dollar 99, bitte.

KIMOJI

Ein von Kim Kardashian West (@kimkardashian) gepostetes Foto am

Skandalöser Zugriff auf Nutzerdaten

Allerdings gibt es bereits jede Menge Kritik an den Kimojis: Die Anwendung sei dank einer integrierten eigenen Tastatur umständlich zu bedienen, viele kriegen es gar nicht hin, einen Text zu versenden. Und auch wenn sie für alle Messenger gedacht sind: Richtig gut sehen die Bildchen nur in iMessage aus.

Datenschützer bekommen ebenfalls Schnappatmung - aber nicht wegen der sexy Bildchen: Um die Kimojis zu installieren, muss man ihnen vollen Zugriff erlauben - inklusive aller "Dinge, die in der Vergangenheit auf der Tastatur getippt wurden wie die Kreditkartennummer und die Adresse." Nach dem Motto: Ihre Erfinderin hat ihre Privatsphäre vor Jahren aufgegeben, jetzt fordert sie das gleiche von ihren Fans. Von denen dürften die meisten aber zu jung und zu unbedarft sein, um sich über die Tragweite ihrer Entscheidung Gedanken zu machen.

Denn die App wurde erwartungsgemäß ein Riesen-Renner: Der Run auf die App war vorübergehend sogar so groß, dass der Apple-Server am Erscheinungstag erst einmal den Geist aufgab. Große Freude bei der Stieftochter von Ex-Bruce-und-heute-Caitlyn Jenner, die sich scheinheilig bei dem Unternehmen entschuldigte:

2014 wollte Kim mit einem Foto ihres Hinterns das Internet zusammenbrechen lassen. Das gelang nicht ganz, doch mit Emojis ihres Hinterns hat sie es diesmal quasi geschafft. Für diese Krönung des Lebenslaufs kann man ihr, neben unzähliger weiterer Millionen, die jetzt auf ihr Konto fließen werden, nur gratulieren.

Kim Kardashian veröffentlicht ihre 'Kimoji' App

hn

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