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Keine Einheitlichkeit bei Studiengebühren

- Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und die Fachhochschule München (FH) haben Details zu Höhe, Erhebung und Verwendung der Studiengebühren festgelegt. Bei der Technischen Universität wird die neue Satzung zwar erst im September verabschiedet, Einzelheiten sind jedoch jetzt schon bekannt geworden.

Während bei der LMU ab dem Sommersemester 2007 erst einmal 300 Euro und dann im darauf folgenden Jahr 500 Euro fällig sind, kostet ein Studium bei der Fachhochschule und der Technischen Universität bereits ab nächstem Jahr 500 Euro pro Semester.

Unterschiedliche Regeln bei der Gebührenbefreiung

Auch bei der Befreiung von den Zahlungen unterscheiden sich die drei Hochschulen. Die FH möchte besonders guten und engagierten Studenten die Gebühren ersparen, die LMU den besten zehn Prozent eines Jahrgangs und die TU nur den gesetzlich vorgeschriebenen Härtefällen, wie etwa Studierende mit Kindern.

Vorschläge zur Verwendung der Gelder kann jeweils ein Gremium abgeben, das zur Hälfte von Studenten besetzt wird.

"Sollen wir mit den Gebühren Sachen bezahlen, die der Staat durch die Einsparungen zurückgefahren hat", fragt Andi Kühnbach, Vertreter der FH Studenten im Senat. Er hatte sich mit seinen Kommilitonen bis zum Schluss darum bemüht, die Gebühren möglichst gering zu halten, wenn sie denn schon eingeführt werden.

Eine Umfrage unter den FH-Kommilitonen hatte ergeben, dass die Studenten bereit wären, durchschnittlich 233 Euro zu zahlen. Die Gelder würden die 644 befragten Studenten für ein verbilligtes MVV-Ticket und kostenlose Skripten verwenden.

Der AStA der LMU München ist "weiterhin gegen die Einführung von Studiengebühren." In einer Pressemitteilung kritisiert der erste Vorsitzende, Andreas Pongratz, die Art, wie über die Verwendung der Gebühren entschieden werden soll. Zwar seien die Kommissionen zur Hälfte von Studierenden besetzt, den Vorschlägen zur Verwendung müsse aber nicht Folge geleistet werden.

"Faktisch bestimmen nicht die Studierenden über die Verwendung der Gelder, sondern die Hochschulleitung", so Pongratz. Die Bestenregelung lehnt der AStA ebenfalls ab, da es nicht ersichtlich sei, warum 90 Prozent für die besten zehn Prozent mitzahlen sollen.

An der TU sind die Studentenvertreter zwar grundsätzlich gegen Studiengebühren, wollen jedoch lieber aktiv mitgestalten, um so die Interessen der Studierenden vertreten zu können.

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