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Geld mit allen Mitteln: Die KfW nimmt Enkel in die Pflicht.

Die KfW treibt Schulden aus der Kaiserzeit ein

Bei einem Deal mit Lehman Brothers setzte die KfW Millionen in den Sand. Jetzt verlangt die Bank Uraltschulden aus dem Jahr 1920 zurück.

300 Millionen Euro hat die Staatsbank KfW an die insolvente US-Bank Lehman Brothers überwiesen - und verloren. Es scheint, als wolle sie nun mit allen Mitteln Geld eintreiben. Sie verlangt die Rückzahlung von Schulden - manche der Kreditverträge wurden 1920 geschlossen.

Damals hatte sich der Großvater von Karl-Heinz Fröhlich einen Kredit von umgerechnet knapp 4000 Euro aufgenommen, um in der Nähe von Pirna einen Bauernhof zu betreiben. Bis 1953 konnte die Familie das Geld nicht zurückzahlen, sie wurde enteignet und flüchtete. Eine andere Familie ließ sich ins Grundbuch eintragen - die Familie von Karl-Heinz Fröhlich erhielt den Hof nie zurück. Mit einem Schreiben vom 6. Juni dieses Jahres verlangte die KfW das Geld vom Enkel zurück. Es berichteten unter anderem der Mediendienst Heise und der MDR. Fröhlich ist kein Einzelfall. Uraltschulden zwischen 4000 und 17.000 Euro versucht die KfW einzutreiben.

Die Bank beruft sich auf das Bundesfinanzministerium. Das argumentiert wiederum mit dem Einigungsvertrag. Dieser verpflichte dazu, Forderungen aus dem Staatshaushalt der DDR geltend zu machen. Durch ein Gesetz aus dem Jahr 2004 hat die KfW das Recht dazu, dieses Geld einzutreiben. Die Fälle sind laut des Paragrafen nicht verjährt.

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