Killergrinsen aus der Urzeit

- London - Das mit 409 Millionen Jahren bislang älteste Haiskelett haben Forscher in Kanada entdeckt. Sein versteinerter Gebiss-Abdruck ähnle einem Lächeln, berichten die kanadischen Wissenschaftler um Randall Miller vom New Brunswick Museum in Saint John im britischen Fachmagazin "Nature" (Bd. 425, S. 501). Zudem weise der Hai paarweise Brustflossenstrahlen auf - ein bei den Knorpelfischen bislang nicht bekanntes Merkmal. Das Tier sei einen halben bis dreiviertel Meter lang gewesen.

<P>Das aus dem frühen Devon stammende Fossil ist den Forschern zufolge bis zu 20 Millionen Jahre älter als das bislang älteste Hairelikt und lässt noch deutliche Skelettstrukturen erkennen. Derart gut erhaltene Funde sind bei den Raubfischen selten, da sie statt Knochen ein Knorpelgerüst besitzen, das nach dem Tod rasch zersetzt wird. Beim Menschen bestehen lediglich Teile der Nase, Ohren und Gelenke aus dem weniger kalkhaltigen Material. </P><P>Der Hai wurde der Art Doliodus problematicus zugerechnet, die ihren Namen der schwierigen Zuordnung früherer Funde ausschließlich anhand von Zahnmerkmalen verdankt. Haizähne sind nicht im Kieferknorpel eingebettet, sondern mit Bindegewebsfasern in der Haut verankert. Sie werden lebenslang neu gebildet. Wie alle Haiarten der Urzeit gehörte das Fundtier aus der kanadischen Atlantikprovinz New Brunswick zu den Süßwasserbewohnern. Forscher vermuten, dass die Raubfische auf dem Urkontinent Gondwana entstanden. </P>

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